bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Boutique löst alte Kleiderkammer ab

Von: Sarah Maria Frantzen
Letzte Aktualisierung:
fairka_bu
Willkommen im „fairKauf”: Die Caritas präsentiert ihre Waren in einem neuen Ambiente. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Die Caritas-Kleiderkammer in der Hermannstraße war einmal, jetzt gibt es das neue „fairKauf”. Das Ladenlokal in der Wirichsbongardstraße sieht aus wie eine kleine Boutique. Helle, freundliche Räume laden zum Einkaufen ein. Die Kleider sind farblich sortiert und liegen adrett gefaltet in modernen Holzregalen.

Wer nur wenig Geld zur Verfügung hat, kann im „fairKauf” zu günstigen Preisen gebrauchte Kleidung kaufen. Das Ambiente ist freundlich und die Atmosphäre herzlich. „Die Kleiderkammer in der Hermannstraße entsprach nicht unserem Menschenbild”, erklärt Simone Holzapfel, die Leiterin des neuen Kaufhauses. „Die Menschen sollen sich während des Einkaufs wohl fühlen und nicht mit einem komischen Gefühl im Bauch in einem ungemütlichen Kellerraum Kleidung aussuchen müssen.”

Seit Samstag hat das „fairKauf” in der Wirichsbongardstraße 39 geöffnet. Zwischen 5 Cent und 10 Euro kosten die meisten Kleidungsstücke. T-Shirts gibt es für 2 Euro, Longsleeves kosten 3 Euro. Wer eine Lederjacke kaufen will, muss allerdings schon etwas tiefer in die Tasche greifen, denn die kostet 15 Euro. Und wem eine Hose zu lang ist, der kann sie vor Ort von einer Schneiderin ändern lassen - wie in einem ganz normalen Kaufhaus eben.

Neben Kleidung gibt es im „fairKauf” für kleine Preise Geschirr, Bücher und Spielzeug zu kaufen. In naher Zukunft soll in der Wirichsbongardstraße auch ein virtuelles Möbelkaufhaus entstehen. Am Computer können sich die Kunden dann Möbel, die aus Platzgründen nicht im Ladenlokal aufgestellt werden können, anschauen. „Eine Bedürftigkeitsprüfung gibt es hier nicht”, erklärt Bernhard Verholen, Geschäftsführer des regionalen Caritasverbandes Aachen. Damit will die Caritas einen Beitrag zur Integration leisten und mögliche Eintrittshürden ausschließen.

Doch hinter der Idee steckt noch mehr: Mit dem âfairKauf´ hat die Caritas weitere Stellen für die Qualifikation von arbeitslosen Menschen geschaffen. „Schon an den Renovierungsarbeiten waren Menschen, die in Beschäftigungsprogrammen untergebracht sind, beteiligt”, erzählt Simone Holzapfel. Im „fairKauf” können die Teilnehmer der Beschäftigungsprogramme nun Erfahrungen im Einzelhandel und bei der Aufbereitung von Waren sammeln.

Das „fairKauf” ist montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Samstags kann dort zwischen 10 und 14 Uhr eingekauft werden. Sachspenden können in der Caritas-Geschäftsstelle, Hermannstraße 14, abgegeben werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert