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Bombardier-Übernahme unter Dach und Fach

Von: Von Wolfgang Schumacher
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Aachen. „Wir können am Feiertag richtig feiern“, freute sich Bombardier-Arbeitsdirektorin Susanne Kortendick an Fronleichnam. Denn alle an der Rettung des Aachener Bombardier-Werkes beteiligten Vertragspartner - die Baesweiler Quip AG, die neu gegründete Talbot-Services-GmbH und Bombardier selber - stellten sich nach dem letzten und endgültigen Notartermin zur Unterzeichnung des Kaufvertrages und der Betriebsübergabe des Werkes an der Jülicher Straße der Presse.

Der dortiger Betriebsleiter Dirk Reuters präsentierte als neuer geschäftsführender Gesellschafter der Talbot-Services die Ergebnisse der Übernahme zum kommenden 1. Juli 2013. „Es war ein langer Weg vom Punkt null im Oktober letzten Jahres. Doch mit der Düsseldorfer Zusage einer Landesbürgschaft und dem heutigen Notartermin haben wir ein Ergebnis erzielt, das sich damals niemand hätte vorstellen können“, sagte Reuters. Schriftlich wolle er am Freitag die Belegschaft von den Ergebnissen unterrichten.

Fest stehe die Weiterbeschäftigung von 240 Mitarbeitern plus der in der Ausbildung befindlichen Beschäftigten. Es sei ein großer Erfolg, dass momentan keine betriebsbedingten Kündigungen auf der Tagesordnung stünden und von den 363 Arbeitnehmern, die im Oktober noch um ihren Arbeitsplatz bangten, heute alle versorgt seien, so Reuters weiter.

Die Auftragslage gestalte sich auch durch das neue Geschäftsmodell, ergänzte Quip-Chef Wolfgang Haller, bislang sehr positiv. Der Streetscooter-Auftrag, ein in Aachen entwickeltes Elektroauto, sei dabei ebenso wichtig wie die vom Bombardier-Konzern übertragenen Aufträge im Bereich Waggonbau, dem ureigenen Geschäftsbereich des Werkes an der Jülicher Straße.

Insbesondere die Zusage, die Fahrzeuge für den Stuttgarter S-Bahn-Auftrag in Aachen fertig stellen zu können, habe die Beschäftigung bis Ende des Jahres sichergestellt, ergänzte Reuters. Dazu kämen sechs weitere Auftragsbereiche, die der Konzern zugesagt habe.

Auch der Betriebsratsvorsitzende Josef Kreutz zeigte sich sehr erleichtert: „Als Eisenbahnbauer sage ich, die Weichen sind neu gestellt.“ Wenn man bedenke, dass man im Oktober bei null gestanden habe, seien die heutigen Unterschriften wie ein Wunder. Alle hätten mit „Herzblut und Fleiß“ an diesem Ergebnis gearbeitet, meinte Kreutz. Er sei froh, dass „wir jetzt wieder in Ruhe Waggons und sogar Autos bauen können“.

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