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Bombardier trennt sich von seinem Deutschland-Chef

Von: Gerald Eimer
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Überraschend abgesetzt: Bombardier-Chef Grego Peters. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Völlig überraschend hat der Zughersteller Bombardier den Deutschland-Chef Grego Peters mit sofortiger Wirkung abgesetzt. Die Nachricht wurde zunächst nur firmenintern verbreitet, auf Nachfrage der „Nachrichten“ am Abend jedoch von Firmensprecher Immo von Fallois bestätigt.

Die Absetzung sei Folge „einer internen Umstrukturierung“, sagte von Fallois. Eine Begründung wollte er nicht geben. „Wir werden das nicht kommentieren.“ Die Entscheidung stehe weder im Zusammenhang mit der Werksschließung in Aachen, noch mit der millionenschweren Schadenersatzklage der Bahn AG.

Peters ist im April 2010 zum Geschäftsführer von Bombardier Transportation in Deutschland bestellt worden. Der 48-jähriger Niederländer aus Kerkrade war seit 1997 in Führungspositionen für Bombardier tätig und auf den Bereich Stadt- und Straßenbahnen spezialisiert.

Der Wechsel an der Führungsspitze berühre nicht die Verhandlungen mit dem Personaldienstleister Quip, der das Aachener Werk als Talbot Services GmbH weiterführen will, betonte Fallois am Dienstag. „Die konstruktiven Gespräche laufen gut und werden weitergeführt“, sagte er.

Auch der Betriebsratsvorsitzende Josef Kreutz geht davon aus, dass die Übernahmeverhandlungen „in keiner Weise“ durch die Personalie beeinflusst werden. Aktuell sollen mindestens 229 der von der Werksschließung betroffenen 600 Bombardier-Beschäftigten sowie 30 Auszubildende übernommen werden. Die Übernahme soll im Juli erfolgen und muss bis Mitte März vertraglich vereinbart werden.

Weitere Gespräche sind für Donnerstag und Freitag angesetzt. Zusätzliche Arbeitsplätze sollen durch die Fertigung des Elektroautos „Streetscooter“ erhalten werden. Dafür seien jedoch dringend Fördermittel des Landes nötig, auf deren Zusage die Aachener derzeit sehnlichst warten.

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