Aachen - Bolzplatz marode, Wasserbecken kaputt

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Bolzplatz marode, Wasserbecken kaputt

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:
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Im Frankenberger Park ist einiges zu tun. Auch einige Spielgeräte müssen überarbeitet werden. Der Bolzplatz (hinten) soll einen neuen Belag erhalten. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Bolzplatz ist marode, die Treppe baufällig, der Eingang reichlich unattraktiv: Im Frankenberger Park muss dringend etwas passieren. Die Grünanlage, zusammen mit dem Neumarkt das Herzstück des Frankenberger Viertel, sei „in vielen Punkten sanierungsbedürftig”, stellt die Verwaltung fest. In insgesamt 14 Punkten hat sie erste Maßnahmen vorgeschlagen.

Eigentlich ist für den Frankenberger Park sogar etwas deutlich Größeres geplant. Im Rahmen der Zukunftswerkstatt fürs Frankenberger Viertel fand sich bereits 2005 die Arbeitsgruppe „Frankenberger Park” zusammen. Auf der Basis eines Studentenwettbewerbs und zusammen mit dem städtischen Fachbereich Umwelt entstand ein umfangreicher Maßnahmenplan. In der Rahmenplanung Frankenberger Viertel ist die Aufwertung des Parks sogar eine „Maßnahme erster Priorität”.

Allerdings, so stellt die Verwaltung bedauernd fest, sind die erhofften Fördermittel aus dem Städtebauinvestitionsprogramms derzeit nicht zu kriegen. Da der Sanierungsbedarf aber groß ist und auch die Bürger Taten fordern, sollen jetzt „vorgreifende Maßnahmen” angepackt werden. die dem Gesamtentwurf nicht in die Quere kommen.

Verschwinden soll zum Beispiel das ungenutzte Betonbecken. Es wurde ursprünglich als Wasserspielanlage für Kinder konzipiert, ist aber mittlerweile veraltet und defekt, der Frischwasserverbrauch gilt als viel zu hoch. Die Verwaltung schlägt vor, das Betonbecken mit Erde anzufüllen und einzusähen. So bekäme der Park sogar ein Stückchen Freifläche mehr.

Die eingezäunte Hundewiese im rückwärtigen Bereich der Burg soll ebenfalls weg. Stattdessen soll ein Hundekotbehälter aufgestellt werden, wie es sie anderswo im Viertel auch schon gibt. Die Treppe im Park ist baufällig, stellt die Verwaltung fest. Sie soll neue Stufen und ein neues Geländer bekommen.

Rege genutzt wird der Bolzplatz im Park. Aber auch er ist in einem sehr maroden Zustand. Hier schlägt die Verwaltung vor, einen neuen Kunststoffbelag aufzutragen und die Ballfangzäune zu reparieren.

Eine Rutsche auf dem Spielplatz musste aufgrund von Sicherheitsmängeln bereits abgebaut worden. Hier soll ein neues Gerät her. Und auch sonst ist auf dem Spielplatz noch einiges zu tun.

Das gesamte Erscheinungsbild des Parks soll sich luftiger und übersichtlicher präsentieren mit offenen und attraktiven Eingangsbereichen. Auch die Burg soll besser ins Licht gesetzt werden. Damit man das Bauwerk künftig auch von der Ecke Haßlerstraße/Bismarckstraße sehen kann, will man den Hügel um etwa einen Meter abtragen.

Das Grün soll ebenfalls noch einmal kräftig gestutzt werden. Im Januar war bereits an Bismarckstraße und Rehmannstraße kräftig gerodet worden, um den Park offener zu gestalten. Unübersichtliche Ecken sollen möglichst beseitigt werden, damit sich die Nutzer des Parks sicherer fühlen.

Nächste Woche befasst sich die Politik mit dem Konzept der Verwaltung. Umwelt- und Jugendausschuss werden angehört, zu entscheiden hat die Bezirksvertretung Mitte. Die Grünen in der Bezirksvertretung haben das Thema auch bereits beraten und können sich mit den Vorschlägen der Verwaltung durchaus anfreunden. „Das wird sehr schön”, sagt Fraktionssprecherin Helga Gaube. Eine offene Gestaltung des Parks verhindere „Schmuddelecken”.

Leider sei das Konzept mit dem kleinen Teich nicht aufgegangen, bedauern die Grünen. Diesem Becken trauert auch Bezirksbürgermeister Heiner März (SPD) nach: „Schade, wenn das wegfällt. Kinder spielen im Sommer doch so gerne im Wasser.”

Frankenberger sind angetan

Auch bei den Frankenbergern finden die Ideen der Verwaltung Zustimmung. „Das ist alles in unserem Sinne”, kommentiert Hans-Dieter Jurewicz, Sprecher des Frankenberger Stammtischs. „Unsere Vorschläge sind berücksichtigt worden.” Er wünscht sich nun, dass die Frankenberger „ihren” Park wieder verstärkt nutzen: „Dann herrscht da gleich mehr Leben. Das tut dem Park gut.”

Die Kosten für die „ersten Maßnahmen veranschlagt die Verwaltung auf gut 200000 Euro. Alleine die Arbeiten am Bolzplatz werden rund 100.000 Euro kosten.
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