Aachen - Bloß nicht erwachsen werden: „Peter Pan” auf der Bühne 78

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Bloß nicht erwachsen werden: „Peter Pan” auf der Bühne 78

Von: Jan Mönch
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Held in Strumpfhose: Peter Pan, Elfe Tinkerbell und allerhand Indianer und Piraten bevölkern derzeit bei den Proben eine ehemalige Fabrikhalle in Eilendorf. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die ehemaligen Fabrikhallen in Eilendorf-Nirm sehen nach so einigem aus. Allerdings nicht nach einer fantastischen Insel, auf der jeder Wunsch in Erfüllung geht und auf der Kinder niemals erwachsen werden. Das macht aber nichts, schließlich finden dort nur die Proben für das traditionelle Weihnachtsstück der Eilendorfer Bühne 78 statt.

In diesem Jahr nimmt der Verein um die Vorsitzende Ellen Stollenwerk sich James Barries Kinderbuchklassiker „Peter Pan” vor. Und so zieht es derzeit zweimal wöchentlich 15 junge bis sehr junge Darsteller des Abends nach Eilendorf-Nirm. Dort schlüpfen sie in die Rollen von Peter Pan (Bastian Keutgen), seiner Elfe Tinkerbell (Pia Scheufen) und seines Widersachers Captain Hook (Dirk Kaußen) sowie von Indianern, Piraten und den „verlorenen Kindern”.

„Eine Geschichte nach klassischem Gut-Böse-Schema”, sieht Ellen Stollenwerk, die auch für die Regie verantwortlich zeichnet, in dem Stoff um den grüngekleideten Strumpfhosenträger. Und trotz der finsteren Freibeuter, die Peter Pan zu Leibe rücken, soll die Inszenierung nach der Bühnenfassung von Marc Gruppe geeignet sein für Kinder ab einem Alter von drei Jahren. Denn: „Peter Pan vermittelt Abenteuer und den Wert von Freundschaft und Kindheit.”

Parallel zu den Proben werkeln Stephan Möhres und weitere Helfer in den Fabrikhallen derzeit noch am Bühnenbild. Die Bühne wird bei den vier angekündigten Aufführungen ein aufklappbares Piratenschiff sein, dass statt durch Eilendorf-Nirm durch den Saalbau Kappertz schippert. Projektor und Operafolie sorgen dafür, dass die Kappertz-Hölle sich für die jungen Theatergäste ins Nimmerland verwandelt.

Die meisten Darsteller sind zwischen neun und zwölf Jahre alt, doch auch einige Erwachsene werden auf der Piratenschiffbühne stehen. „Die Älteren führen durch das Stück”, klärt Ellen Stollenwerk über die Chemie des 78er-Ensembles auf. Dieses wird eventuell auch improvisieren müssen. „Denn manchmal greifen die Kinder im Publikum so stark in das Stück ein, dass man das nicht mehr einfach ignorieren kann.”

Was freilich zum Vergnügen der älteren Kinder im Publikum geschieht. Auch wie alt diese höchstens sein sollten, um sich für die gut einstündige Aufführung begeistern zu können, kann die Vereinsvorsitzende einschätzen: „Ich sage mal so 70 bis 80 Jahre.”

Die Termine im Saalbau Kappertz (Hüttenstraße 45): Samstag, 27. November, 13 und 16 Uhr, Sonntag, 28. November, 14 und 17 Uhr , Samstag, 4. Dezember, 13 und 16 Uhr, Sonntag, 5. Dezember 14 und 17 Uhr. Karten gibt es im AN-Ticketshop an der Buchkremerstraße 1-7, beim Coco-Kopiercenter, Severinstraße 100, und bei allen Mitgliedern der Bühne. Eintritt: 7 Euro.
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