Aachen - Blitzmarathon: Zwei Raser in zweieinhalb Stunden

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Blitzmarathon: Zwei Raser in zweieinhalb Stunden

Von: Heiner Hautermans
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Aachen. Zweieinhalb Stunden standen fünf Polizeibeamte beim Blitzmarathon am Donnerstag auf der Vaalser Straße, der ersten Messstelle an diesem Tag beim fünften Durchlauf dieser Groß-Geschwindigkeitskontrolle. Die „Ausbeute“ war ausgesprochen mager.

Zwei Autofahrer wurden gemessen, der Spitzenreiter hatte überschaubare 61 Stundenkilometer auf dem Tacho. Ein Grund für die geringe Quote war sicherlich, dass der unauffällige silberfarbene Kombi kurz vor einer Baustelle kurz hinter der Einmündung Pariser Ring stand, die die Fahrbahn auf eine Spur verengt.

Die Verkehrsteilnehmer müssen sich dort im Reißverschlusssystem einfädeln, das sorgt automatisch dafür, dass die die Geschwindigkeit an dieser Stelle eher niedrig ist. Dennoch machte die Aktion Sinn: Genau gegenüber der Stelle, wo wo der Radarwagen stand, hat sich im April letzten Jahres ein schwerer Unfall ereignet, ein junger Mann erlag wenige Tage später seinen schweren Verletzungen. Zeugen hatten zuvor beobachtet, dass der Wagen mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Ein Holzkreuz vor einem Baum erinnert an den 19-Jährigen.

Polizeioberkommissar Günter Leutsch hatte gegen 8 Uhr im Auffangwagen noch eine andere Erklärung für geringe Überschreitungsquote: „Der Verkehr ist zu dicht, da kommen keinen hohen Geschwindigkeiten zustande.“ Schließlich sei die Aktion ja auch ausführlich angekündigt worden: „Die Leute wissen alle, dass sie vorschriftsmäßig fahren müssen.

Wenn es nicht Tage vorher bekannt gemacht wird, dann läuft es anders hier.“ Beispielsweise abends, „dann geht hier die Post ab“. Viele Raser dächten nämlich, dass nach 22 Uhr kein Radarwagen mehr unterwegs ist: „Das ist ein Irrtum.“ Ziel solle schließlich sein, dass die Bürger annähmen, dass überall gemessen werde: „Dann sind wir zufrieden.“ Kollege Martin Braun im Radarwagen bestätigt: „Die Strecke ist nicht harmlos hier. Aber die Leute nehmen den Blitzmarathon inzwischen ernst.“ Sprecher Werner Schneider zieht wenig später ein ähnliches Fazit: „Die Verkehrsteilnehmer halten sich außerordentlich an die Verkehrsregeln.“

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