Blinde Zerstörungswut in Haaren

Von: stm
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Das war bis Samstag noch ein Teil der Haarener Grillanlage: In blinder Zerstörungswut wurde ein Wetterhaus in der Nacht zu Sonntag niedergebrannt. Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten (r.) und Bezirksamtsleiter Frank Prömpeler sind ebenso wütend wie ratlos. Foto: Michael Jaspers

Haaren. „Ich finde das einfach nur noch zum Kotzen“, hält Ferdinand Corsten nicht mit seiner Gefühlslage hinter dem Berg. Der Haarener Bezirksbürgermeister ist stocksauer – und verzweifelt zugleich: „Ich weiß nicht, was wir noch machen sollen“, sagt er und blickt zusammen mit Bezirksamtsleiter Frank Prömpeler auf ein paar Quadratmeter verkohltes Holz und Asche.

Da stand bis Samstag noch ein Teil des Grillplatzes in der Haarener Grün- und Freizeitanlage am Alten Friedhof.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag müssen dort Vandalen unterwegs gewesen sein. Sie zündeten das Wetterhaus an, das wenig später lichterloh in Flammen stand und auch von der herbeigeeilten Feuerwehr nicht gerettet werden konnte. Der Grillplatz liegt nur rund 50 Meter von den Wohnhäusern an der Laachgasse entfernt, wo Anwohner das Feuer in der Nacht bemerkten und Alarm schlugen.

Um die Grillanlage kümmert sich ausgerechnet der Haarener Löschzug mit viel Engagement. Nicht nur Feuer wurde gelegt. Auch Metallbeschläge an einer Thekenanlage wurden gewaltsam abgerissen und weggeworfen. Und es war bei weitem nicht die erste Zerstörung: „Wir haben in diesem Jahr schon 5500 Euro für die Beseitigung von Vandalismusschäden am Grillplatz ausgeben müssen“, berichtet Prömpeler. Jetzt müssen – so das Gebäude wieder aufgebaut wird – weitere 10.000 Euro folgen. Auf diese Höhe schätzt die Polizei den Schaden.

Apropos: Die Polizei blickt aufmerksam nach Haaren. Zwar gibt es in der Kriminalitätsstatistik hier keine Ausreißer nach oben, aber es gebe wohl einige Taten „unterhalb der Anzeigenschwelle“, so Polizeisprecher Paul Kemen. Man stehe deswegen in engem Kontakt mit dem Bezirksamt. Corsten und Prömpeler loben die Kooperation, ebenso jene mit dem Jugend-, Sozial- und Ordnungsamt. Aufhalten kann man die Täter bislang jedoch nicht.

Was, wie mehrfach berichtet, auch für immer wiederkehrenden Vandalismus auf dem Haarberg und am entlegenen Grillplatz in Verlautenheide gilt, um den sich die dortige Feuerwehr kümmert. Selbst die schönen Mosaiksteine an der Eingangsfassade der Haarener Friedenskapelle wurden schon mit Pflastersteinen stark beschädigt.

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