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Bezirksvertreter erkennen eigene Beschlüsse nicht mehr wieder

Von: pla
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Eilendorf. Heftiges Kopfschütteln lösten bei den Eilendorfer Bezirksvertretern zwei Vorlagen des städtischen Fachbereichs 61, Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen, für den Verkehrsausschuss aus.

Zum einen schlägt die Verwaltung für die Fußgängersicherheit in der Eisenbahnunterführung Nirmer Straße deren vollständige Schließung für Kraftfahrzeuge vor, zum anderen empfiehlt sie die Verlegung der Taxistände von der Von-Coels-Straße gegenüber dem ehemaligen Saaltheater auf den Eilendorfer Markt und hat dort sogar schon Schilder aufstellen lassen.

Nur durch Zufall erfuhren die Bezirksvertreter beim Surfen im Internet von diesen Vorlagen, die im Gegensatz zu Beschlüssen stehen, die erst Mitte Dezember in der Bezirksvertretung mit großer Mehrheit gefasst worden waren.

So sollte in der Unterführung lediglich eine bauliche Veränderung vorgenommen werden - nämlich die Verbreiterung des dortigen Gehweges - mit Kosten von 4500 Euro. Nur im Notfall sollte die Durchfahrt stundenweise gesperrt werden, um die Sicherheit der Kinder aus Nirm auf ihrem schulweg zu verbessern. Und für Taxistände wollten die Bezirksvertreter in keinem Falle knappe Parkplätze auf dem Markt opfern, sondern die Taxen in den Bereich Birkstraße verlegen.

Die Bezirksvertreter zeigten sich entsetzt vom Umgang mit ihren Beschlüssen, Dieter Verheyen (CDU) bezeichnete insbesondere die Idee der Vollsperrung der Unterführung als hellen Wahnsinn. An den Oberbürgermeister erging die Mahnung, seiner Aufsichtspflicht nachzukommen und die Fachverwaltung zur Ordnung zu rufen. Daher beharrten die Bezirksvertreter auf ihren Beschlüssen.

In Sachen Ortseingang Freunder Straße begrüßten sie, dass nun der Verkehrsausschuss die Bereitstellung von Planungsmitteln für einen Umbau des Ortseingangsbereichs auf der Freunder Straße beschließen will. Dort besteht nämlich aufgrund der oft drastisch überhöhten Geschwindigkeit der Fahrzeuge aus Richtung Brand ein massives Sicherheitsproblem für Fußgänger, die die Freunder Straße überqueren wollen.

Gleichzeitig empfahl die Bezirksvertretung dem Verkehrsausschuss erneut, bis zur Realisierung des Umbaus die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf dem Teilstück der Freunder Straße zwischen dem Ortseingang und dem Knoten mit der Nordstraße und der Debyestraße auf 50 Stundenkilometer zu beschränken.
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