Bewohner bekommen neue Bäume und Bänke

Von: Martina Rippholz
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Wollen mit wenig Geld viel erreichen: Die planungspolitischen Sprecher von CDU, SPD und Grünen (v.r.) Maike Schlick, Norbert Plum und Michael Rau, hier an der Harscampstraße. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Die Haushaltskasse der Stadt ist leer. Dennoch sind sich die großen Parteien im Stadtrat einig: Das Gasborn- und Suermondt-Viertel muss aufgewertet werden. Damit sich die Menschen, die dort leben und arbeiten, wieder wohlfühlen. Und damit sich auch künftig gerne dort wohnen.

Aus diesem Grund erstellten die planungspolitischen Experten von CDU, Grünen und SPD - Maike Schlick, Michael Rau und Norbert Plum - im März dieses Jahres eine Rahmenplanung für das Viertel vor. Und sie beauftragten die Verwaltung, ein Sofortmaßnahmenprogramm für diese Gebiet zu entwickeln. Dieses Programm liegt jetzt vor. Und es soll nächste Woche im Planungsausschuss verabschiedet werden. Doch was steht konkret drin?

„Flagge fürs Viertel zeigen”

Darüber klärten die drei Politiker - an einem Tisch sitzend - auf. Rau: „Wir wollen mit den Maßnahmen für dieses beliebte Viertel gemeinsam Flagge zeigen.” Wobei die Flagge, die in den kommenden drei Jahren gehisst werden soll, doch eher ein Fläggchen ist. Denn es sind kleine Maßnahmen, die - des maroden Haushalts wegen - mit kleinen finanziellen Mitteln auskommen.

So werden, in einem ersten Abschnitt ab jetzt bis Ende 2011, Plätze (Harscamp-, Schild-, Suermondt-, Synagogen- und Bibliotheksplatz) gereinigt, Bäume und Sträucher beschnitten, Beete neu bepflanzt, zusäztliche Beleuchtung (auch am Boden) angebracht, Bänke und Fahrradbügel errichtet und und Teil der Fußgängerwege neu gepflastert. Und das alles entlang der sogenannten Suermondt-Gasborn-Promenade. „Diese kleinen Schritte werden eine große Wirkung zeigen”, sagt Norbert Plum.

Er und seine Mitstreiter sind sich einig, dass die Wohnqualität gestärkt werden muss. Vor allem auch mit Blick auf den geplanten Bau der Kaiserplatzgalerie. „Aus dem Viertel soll keine Einkaufsmeile werden”, erklärt Rau. „Auch in der Adalbertstraße wird es auf der Nordseite weiterhin Wohnungen im Erdgeschoss geben.”

Ab 2012 sollen die Maßnahmen an der Promenade bis auf einige aufwendigere Pflasterarbeiten abgeschlossen sein. Dann soll der Bereich um die Schulen im Viertel, das sogenannte „Bildungsquartier”, aufgemöbelt werden. Insgesamt stellt die Stadt bis Ende 2013 50.000 Euro pro Jahr für das Sofortmaßnahmen-Programm zur Verfügung, 90.000 davon bis Ende 2011.

Auf der Wunschliste der Politiker stehen zwar noch andere Dinge, die im Suermondt-Viertel angepackt werden müssten, etwa eine neue Turnhalle oder die Renovierung des Spielplatzes in der Beeckstraße. Doch die sind für die städtische Kasse zu teuer. Deshalb verweisen Schlick, Plum und Rau auf Gelder aus der Städtebauförderung. Die fließen aber erst 2014. „Ob diese Gelder dann tatsächlich hier eingesetzt werden, steht heute noch nicht fest”, erklärt Rau. „Das müssen wir abwägen, wenn es soweit ist.”
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