Betrügerische Werber für Zeitschriften-Abos unterwegs

Von: gei
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Aachen. Mit einer betrügerischen Masche versuchen derzeit auch in Aachen dubiose Zeitschriftenwerber Kasse zu machen. Sie sprechen Passanten in Fußgängerzonen an und locken mit der angeblichen Teilnahme an einem Testprojekt.

Demnach sollen jugendliche Zeitungsausträger auf ihre Zuverlässigkeit hin überprüft und bewertet werden, im Gegenzug wird den vermeintlichen Testern ein Gratis-Abo versprochen.

Wer sich darauf einlässt, unterschreibt in Wahrheit jedoch ein meist zweijähriges Zeitschriften-Abo. Die fragwürdigen Werber kommen mit ihrem Trick an Adresse, Telefonnummer und Bankdaten.

Bundesweit tätig im Abzock-Business

Dahinter steht eine in Limburg an der Lahn ansässige Firma mit einem holländisch klingenden Namen, die sich inzwischen bundesweit einen zweifelhaften Ruf verschafft hat. Im Internet kursieren bereits zahlreiche Warnungen vor der Abzock-Methode. Auch die Verbraucherschützer kennen solche Fälle und warnen ebenfalls: „Man sollte sich grundsätzlich nicht auf der Straße ansprechen lassen, meist bedeutet es Ärger im Nachhinein”, sagt Jutta Reimnitz, Leiterin der Aachener Verbraucherzentrale. Vor allem aber sollte man jedes Blatt genauestens durchlesen, bevor man es unterschreibt.

Reimnitz weist auf das 14-tägige Widerrufsrecht hin, mit dem man derartige Verträge rückgängig machen kann: „Aber bitte mit Einschreiben und Rückschein.” Weitere Hilfe kann man sich auch in der Verbraucherzentrale am Boxgraben 38 holen.

Unterdessen appelliert Polizeisprecher Karl Völker an die Betroffenen: „Wer sich betrogen fühlt, sollte Anzeige erstatten.” Nur dann könne die Polizei tätig werden. Das Problem sei häufig, dass es für jeden einzelnen nur um kleine Beträge geht und die meisten deswegen den Aufwand scheuen, zur Polizei zu gehen. In der Summe können sich die dubiosen Werber so jedoch Zig-Tausende ergaunern. Auch Völker rät, jedes Wort genauestens zu lesen, bevor man etwas unterschreibt. „Auch wenn das Kleingedruckte noch so klein ist.”
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