Aachen - Betreuungsverein freut sich über Ehrenamtler

Betreuungsverein freut sich über Ehrenamtler

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:
7550968.jpg
Der Betreuungsverein der Diakonie freut sich über Ehrenamtler: von links Geschäftsführer Udo Krohn-Grimberghe, Vorstandsmitglied Birkhild Jaspert-Gärtner und Mitarbeiterin Christina Göttgens. Foto: H. Krömer

Aachen. „Füreinander da sein“: Unter diesem Motto stellt der Betreuungsverein der Diakonie derzeit für mehr als 250 Menschen in Aachen und der Städteregion die gesetzliche Betreuung sicher. Die Klienten sind Frauen und Männer mit psychischen Erkrankungen sowie geistigen, seelischen oder körperlichen Behinderungen.

Im Alltag sind sie auf Hilfe angewiesen, beispielsweise bei den Finanzen oder bei der Gesundheitsvorsorge. Zunehmend brauchen auch junge Menschen diese Unterstützung. Der Betreuungsverein der Diakonie ist der größte Betreuungsverein in der Städteregion. Als einziger Träger in Aachen bietet er diese Dienste auch für Schwerhörige und Gehörlose an.

„Wertvolle Arbeit“

Gesetzliche Betreuungen werden von einem Gericht angeordnet. Neben hauptamtlichen Betreuern sind bei der Diakonie auch zahlreiche Ehrenamtler im Einsatz. „Unsere Ehrenamtler führen derzeit 58 gesetzliche Betreuungen“, bilanziert Udo Krohn-Grimberghe, Geschäftsführer des Betreuungsvereins. „Das ist eine sehr wertvolle und schöne Arbeit.“ Krohn-Grimberghe und sein Team freuen sich immer, wenn sie neue Freiwillige in ihren Reihen begrüßen dürfen.

Besondere Kenntnisse muss ein ehrenamtlicher Betreuer nicht mitbringen. „Was sich hier abspielt, ist das normale Leben“, sagt der Geschäftsführer, „da sind keine besonderen Qualifikationen nötig.“ Man sollte natürlich etwas Zeit übrig haben, man sollte auch Interesse an Menschen haben. „Und etwas Lebenserfahrung sollte man mitbringen“, sagt Krohn-Grimberghe. Auch die Lebenserfahrung junger Menschen ist ausdrücklich gefragt.

Ambulant betreutes Wohnen

Kein Ehrenamtler muss befürchten, mit sehr schwierigen Fällen konfrontiert zu werden. Häufig kümmern sich die Freiwilligen zum Beispiel um Menschen, die in Heimen leben. „Der behördliche Aufwand ist da einigermaßen überschaubar“, sagt der Geschäftsführer, „wichtig ist die Zeit für regelmäßige Kontakte, für Gespräche.“ Die Ehrenamtler werden vom Verein auch intensiv begleitet und unterstützt.

Der Betreuungsverein wurde bereits 1963, damals als Verein der Evangelischen Jugendhilfe für Vormundschaften und Pflegschaften, gegründet. Seit 2005 engagiert sich der Verein auch im ambulant betreuten Wohnen. „Mittlerweile ist das ein großer Baustein unserer Arbeit“, erläutert Mitarbeiterin Christina Göttgens. „Wir unterstützen kranke und behinderte Menschen, damit sie selbstständig in ihrer Wohnung leben können. „Jeder Mensch hat Ressourcen“, sagt Göttgens, „die professionellen Helfer sollen sie entdecken und zusammen mit den Klienten freischaufeln.“

Wer den Betreuungsverein der Diakonie Aachen als Ehrenamtler unterstützen kann, wer spenden möchte oder Hilfe braucht, kann Kontakt aufnehmen unter Telefon 0241/9977966.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert