Aachen - Beste Stimmung: Die Anhänger hoffen auf ein Volleyballfest

Beste Stimmung: Die Anhänger hoffen auf ein Volleyballfest

Von: Achim Kaiser
Letzte Aktualisierung:
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Auch Mittwochabend um 19.30 Uhr wird die Halle an der Neuköllner Straße wieder proppenvoll sein. Die „Ladies in Black“ spielen gegen den Schweriner SC im dritten Playoff um den Einzug ins Halbfinale. Foto: A. Steindl
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Ladies in Black Aachen - VC Wiesbaden (3:0) im Bild: Foto: A. Steindl

Aachen. Es wird auf jeden Fall wieder ein Volleyballfest, wenn die „Ladies in Black“ am Mittwochabend um 19.30 Uhr in der Halle Neuköllner Straße gegen den Schweriner SC um den Einzug in das Halbfinale der deutschen Meisterschaft spielen.

Davon ist Olaf Lindner überzeugt. Der 51-Jährige ist ein führendes Fanclubmitglied der Volleyball-Bundesligaspielerinnen aus Aachen. Er war mit etwa 20 begeisterten Anhängern auch in Schwerin, wo sich die „Ladies“ nach ihrem 3:1-Erfolg im ersten Playoff 0:3 geschlagen geben mussten. „Das war nicht so schön“, blickt Lindner zurück, „vielleicht war auch die Busfahrt für die Mädels zu lang“.

Am Mittwoch genießen die „Ladies in Black“ Heimvorteil mit ihren Fans im Rücken. „Diesmal haben die Schwerinnerinnen eine mühsame Anreise, kein einziger Anhänger kommt nach Aachen und wir werden wieder für einen Hexenkessel sorgen“, verspricht „Oberfan“ Lindner. Wie viele andere Anhänger hat auch er über den Fußball, sprich über die Alemannia, den Weg zu den Aachener Bundesliga-Volleyballerinnen gefunden.

„Ein besondere Choreographie wird es nicht geben“, sagt der Mann, der bei jedem Spiel im schwarzgelben Lappenclown-Kostüm samt Trommel aufläuft: „Wir haben nichts vorbereitet, denn wir glauben fest an ein weiteres Heimspiel.“ So wird es auch am Mittwochabend kein festgelegtes Repertoire geben, vielmehr sei „die Stimmung abhängig vom Spielverlauf“.

Dabei bleibe es bei aller Euphorie auch auf den Zuschauerrängen stets sportlich fair. „Ich kenne alle Bundesliga-Standorte und Hallen. Dieses spezielle Flair gibt es nur in Aachen“, sagt Lindner. Schon eine Stunde vor Spielbeginn sei die Halle ausgebucht und koche allmählich hoch bis zum ersten Aufschlag.

Tatsächlich werde es aber „immer enger mit der Halle“, weiß der Vollblut-Fan. Damit spielt er nicht auf die immer näher zusammenrückenden annähernd 1400 Zuschauer an, die bei den Heimspielen immer an die Neuköllner Straße pilgern. Vielmehr spricht er die Zukunft der „Ladies“ in der zu tiefen Halle an.

Ein weiteres Jahr darf der PTSV zwar dank einer Sondergenehmigung in dem „Hexenkessel“ spielen. Auf Dauer hat der Bundesliga-Volleyball in Aachen aber nur eine Chance mit einer den deutschen und europäischen Maßstäben angepassten Spielstätte. „Wir brauchen hier einfach eine große Halle, in der nicht nur Volleyball gespielt werden kann“, schaut Lindner nach vorne, „das wäre schön“.

Momentan seien die fehlenden 1,80 Meter (7,20 Meter hoch statt wie vorgeschrieben 9 Meter) aber ein Plus für die „Ladies“. Denn die Gäste müssten ihre Spielweise anpassen und hätten diese Gedanken „immer im Hinterkopf“.

Auf einen ähnlichen Effekt hoffen Lindner und die Vielzahl der Anhänger auch am Mittwochabend. „Im Grunde ist alles möglich“, sagt der über Chemnitz, Erfurt und einige andere Stationen in Würselen sesshaft gewordene „Wahlaachener“. „Wir gewinnen 3:2“, prognostiziert er und hofft auf weitere Volleyballfeste. Aber auch unabhängig von dem Ausgang der heutigen Partie zieht Olaf Lindner schon ein positives Fazit des Spieljahres: „Es war einfach eine geile Saison.“

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