Beste Stimmung: Auch vor der Großbaustelle

Von: Georg Dünnwald
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Auf dem Platz am Kugelbrunnen fanden sich rund 500 Jecke ein, um die fünfte Jahreszeit angemessen zu begrüßen. So mancher Aachen-Tourist machte große Augen, weil er solch ein Spektakel hier nicht erwartet hatte. Foto: Harald Krömer
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Auch die junge Dame der Aachener Hunnenhorde fühlte sich mit ihrem Greifvogel sehr wohl am Kugelbrunnen. Foto: Harald Krömer
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Für die Oecher Börjerwehr ist es selbstverständlich, beim jecken Auftakt am 11. im 11. teilzunehmen. Foto: Harald Krömer

Aachen. So viele Karnevalisten wie Köln bringt Aachen sicher nie auf die Beine. Rund um den Heumarkt sollen es 70.000 Jecke, meist von auswärts, gewesen sein, die den Beginn der närrischen Jahreszeit begrüßten. Da war der Auftakt in Aachen bedeutend kleiner, aber immerhin kamen zum Kugelbrunnen um die 500 Jecke, die sich prächtig amüsierten. Auch das Programm gefiel gut.

Aus Erfahrung wissen der Festausschuss Aachener Karneval (AAK) und der Stammtisch der Kommandanten und Präsidenten und Kommandantinnen und Präsidentinnen, dass es weise ist, auf Wortbeiträge zu verzichten, weil die Jecken unten an der Bühne schunkeln und singen wollen.

Stadtdirektorin Annekathrin Grehling vertrat den stark erkälteten OB Marcel Philipp auf der Bühne und zählte runter von elf bis eins, dann ertönte aus 500 Kehlen das „Oche Alaaf“. Die Session 2014/2015 war eröffnet. Schlag auf Schlag ging es im Programm weiter, Märchenprinz Anton I. Neßeler und Prinz Axel II. Schwartz, beide erst ab kommendem Januar im Amt, stellten sich mitsamt Hofstaat vor, dann wurde geschunkelt und gesungen.

Als um 11 Uhr der Einmarsch der Fahnenträger und der Musikkorps der Königlichen Walhorner und der Oecher Börjerwehr, der AAK- und AKV-Vorstände und anderer offizieller Würdenträger erfolgte, war das bis dahin von Otmar Mülly moderierte Programm als Warm-up bereits im Gange. Sang- und Klanglos, eine Gruppe aus dem Selfkant, bot beste Musik im kölschen Fasteleer-Stil, das noch spärliche Publikum bedankte sich begeistert.

AAK-Präsident Wilm Lürken und Otmar Mülly vom Stammtisch der Oberkarnevalisten moderierte bis zum Ende gegen 14.20 Uhr das Programm. Etwas unglücklich allerdings präsentierte sich in diesem Jahr der Platz rund um den Kugelbrunnen, weil die Bauarbeiten am Aquis Plaza im Gang sind. Weil der Platz knapp war, kamen sich hie und da Karnevalisten und Kaufwillige ins Gehege. Absperrungen, die die Wege hätten freihalten können, fehlten.

Als sich der Platz rund um den Kugelbrunnen füllte, war kaum noch ein Durchkommen für potenzielle Kunden, die von der Adalbertstraße in die Stift­straße wechseln wollten. So manch böses Wort wurde gewechselt, dennoch blieb es zum Glück friedlich.

Besonders stolz ist das Duo „de Pöngche“ (Uli Havermann und Dirk Chauvistré), dass sie das Mottolied der neuen Session („Vür jrösse met Alaaf at hü Europas bejste Rütterslü“) singen dürfen. Seit dem vergangenen Jahr bietet der Festausschuss Aachener Karneval ein Mottolied an. In der vergangenen Session durfte es Jupp Ebert präsentieren.

Weiter sorgten auf der Bühne die Oecher Stadtmusikanten für gute Stimmung, der Musikzug der Börjerwehr trat noch einmal – sehr erfolgreich – auf, „de Fleech“ (die Fliege) aus Köln präsentierte ihre Künste und auch der „singende Bürgermeister aus Belgien“ mischte mit. Altmeister Hans Montag zeigte manch jungem Sänger, was eine Harke ist. Gegen Ende machte die Gruppe „Volle Pulle“ aus den Niederlanden noch mal richtig Dampf.

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