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Berliner Band „Terrorgruppe“ am Samstag im Musikbunker

Von: Verena Richter
Letzte Aktualisierung:
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Die Berliner Band Terrorgruppe hat sich den Bandnamen ganz bewusst ausgesucht – denn die Musiker sind Punks durch und durch. Foto: Philipp Virus

Aachen. Es ist ja nicht so, als hätte die Terrorgruppe aus Berlin damals, 1993, nicht gewusst, dass ihr Bandname provoziert. Es ist natürlich vielmehr so, dass die Berliner Jungs Archi „MC“ Motherfucker (Gesang, Gitarre), Johnny Bottrop (Gitarre) und Hermann v. Hinten (Schlagzeug) sich den Namen ganz bewusst ausgesucht haben. Die Berliner sind halt Punks und das durch und durch.

Seit Anfang des Jahres hat die Terrorgruppe ein neues Album, das erste seit 2005 und der danach folgenden Bandpause. Gemeinsam mit Zip Schlitzer (Bass), Kid Katze (Schlagzeug) und Eros Razorblade (Multiinstrumente) sind Archi „MC“ Motherfucker und Johnny Bottrop jetzt wieder auf Tour und kommen mit dem neuen Album „Tiergarten“ auch nach Aachen.

Am kommenden Samstag, 3. Dezember, spielen die Berliner im Musikbunker. Und das ist für Musikfans ein großes Glück, denn es ist nicht selbstverständlich, dass die Terrorgruppe überall auftreten kann. Schuld ist der besagte Bandname. „Veranstalter dürfen mancherorts unsere Poster nicht aufhängen. Zeitungen weigern sich, uns anzukündigen. Manche Clubs, die von städtischen Geldern abhängig sind, dürfen uns nicht veranstalten“, erklärt Johnny Bottrop und fügt hinzu: „Das ist für uns alles nichts Neues. Die Kunstfreiheit ist auch nur relativ.“

Schade ist es allemal, denn die Terrorgruppe gilt mit ihrem Aggropop als eine der einflussreichsten deutschsprachigen Punk-Bands und ihre Songs sind gespickt mit sarkastischen Anspielungen. In ihren Texten prangert die Band Themen wie Homophobie oder Rechtsradikalismus an, mal wütend und sarkastisch, mal überdreht und leichtfüßig, oft eingängig, aber immer angriffslustig.

Die Fans wissen das natürlich zu schätzen. Wo die Band auftritt, wird es voll. „Die Zuschauer freuen sich extrem, uns wieder zu sehen und lassen sich auch von neuen Songs überraschen. Es ist immer warm und heiß. Die Leute ziehen sich auch gern mal aus“, scherzen „MC“ Motherfucker und Johnny Bottrop, die es immer wieder erstaunt, wie gut die Zuhörer das neue Material aufnehmen.

„Unseren kleinen, heimlichen Monster-Hit ‚Schmetterling‘ feiern sie besonders. Wer hätte schon gedacht, dass Hunderte von punkrockaffinen Menschen auf dem Konzert einer Band namens ‚Terrorgruppe‘ einen Song über ein kleines zartes Insekt abfeiern?“

Andererseits, da sind sich die Kreuzberger sicher, ist es kein Zufall, dass sich die Zuhörer bei einem Konzert der Terrorgruppe wohlfühlen. „Wir sind anders, wir unterhalten uns anders als andere Bands mit den Leuten, wir erzählen von bizarren Erlebnissen.

Und wir schaffen es, ihnen das Gefühl ihrer Jugend zurückzubringen. 30-Jährige sind plötzlich wieder 15 und singen ‚Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland‘ mit uns“, so „MC“ Motherfucker und Johnny Bottrop, die versprechen, dass beim Konzert am Samstag Songs der Anfangszeit, Überraschungs-Coverversionen, die neuen Lieder und natürlich alle Hits zu spielen. „Alle. Und die Vorgruppe ‚Lulu und die Einhornfarm‘ ist ja auch was Besonderes. Senkrechtstarter der Stunde.“

Wer die Terrorgruppe live im Musikbunker erleben möchte, an den die Band sehr gute Erinnerungen hat, der sollte am Samstag um 19 Uhr in der Goffartstraße sein. Los geht es um 20 Uhr.

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