Kinofreisteller

Bend: Mehr Ordner sollen für mehr Sicherheit sorgen

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Derzeit laufen die Aufbauarbeiten auf dem Bendplatz. Die Vorbereitungen für das Sicherheitskonzept sind indes bereits abgeschlossen. Erstmals wird das Koordinierungsgremium beim Bend vor Ort sein. Foto: Jojo

Aachen. Kirmesfans wissen: Jedes Jahr am Karsamstag ist es wieder an der Zeit für einen Bummel auf dem Öcher Rummel. Der Osterbend lockt ab dem 26. März wieder Groß und Klein zum Bendplatz.

Doch trotz der fröhlichen Stimmung, die die Bendtage bringen sollen, bereitet vielen Aachenern aktuell das Thema Sicherheit bei Großveranstaltungen Sorgen. Beatrix Karlsberg vom Eurogress winkt aber ab: „Was in Brüssel passiert ist, beeinflusst unser Volksfest nicht.“ Der Leiter des Ordnungsamtes Aachen Detlev Fröhlke unterstreicht: „Wir haben derzeit keine konkrete Gefährdungslage, es gibt keine Hinweise auf Bedrohungen und so läuft bei uns alles normal.“

Um die Sicherheit aller Bendbesucher zu gewährleisten, wurde die Zahl der Sicherheitskräfte allerdings aufgestockt. Der Einsatz der Polizei ebenso wie eine vermehrte Präsenz der Ordnungsamtsmitarbeiter an den besucherstarken Tagen sollen dazu beitragen, dass jeder Besucher unbeschwerte Stunden genießen kann.

„Für etwaige Szenarien wie ein Unwetter, eine Teil- oder Ganzräumung sind wir entsprechend gerüstet. An den besucherintensiven Tagen an den Wochenenden ist außerdem erstmals das Koordinierungsgremium aus Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt, Veranstalter und Sanitätsdienst permanent vor Ort anwesend um bei Bedarf sofort eingreifen zu können“, so Fröhlke.

Natürlich sei es wie auf jeder Großveranstaltung mit vielen Menschen wichtig, auf seine persönlichen Gegenstände aufzupassen und Taschendieben keine Chance zu geben. Um ein Schaulaufen der Rocker zu verhindern, wurde von Seiten der Stadt ein sogenanntes Kuttenverbot für die Bendzeit auf dem gesamten Gelände und im Umfeld ausgesprochen.

Einladung an Flüchtlingsfamilien

Im Vorfeld hatte es im Planungsteam sogar Überlegungen gegeben, Zulasskontrollen und/oder ein symbolisches Eintrittsgeld zu erheben. „Die Bendtaler hätten die Besucher dann zum Beispiel für Süßigkeiten oder Fahrgeschäfte einlösen können. Wir haben uns aber nun gegen Eingangskontrollen entschieden“, betont Karlsberg.

Ganz in der Nähe der Kirmes sind derzeit 86 Flüchtlinge in der Landesunterkunft am Westbahnhof untergebracht. „Um diese Mitbürger zu integrieren, möchten wir am Freitag, 8. April, einige Flüchtlingsfamilien einladen, die von Mitgliedern der Schaustellerfamilien begleitet werden und so die Kirmes erleben können“, erzählt Karlsberg.

„Obwohl es immer höher, schneller und weiter geht, bewahrt der Bend auch seinen nostalgischen Charme“, betont Karlsberg. So gibt es diesmal eine klassische Schiffschaukel mit Handstopper und das Karussell „Fahrt ins Paradies“ von 1939. „Die Musik und die Kleidung der Mitarbeiter sind ganz auf die Dreißiger Jahre abgestimmt“, verrät Karlsberg.

Der Ursprung der Aachener Kirmes liegt übrigens noch viel länger zurück. Er geht zurück auf das Jahr 1270, als Verkäufer auf dem Vorplatz des Aachener Doms ihre Stände aufbauten. In seiner Entstehung war der traditionsreiche Jahrmarkt nämlich eine Begleiterscheinung zu der schon im Mittelalter bedeutenden Wallfahrt nach Aachen, der heutigen Heiligtumsfahrt. Bis der Bend 1927 auf dem Platz am Westbahnhof sein endgültiges Zuhause fand, wechselte das Volksfest noch öfter seinen Standort.

Am aktuellen Standort an der Kühlwetterstraße präsentiert sich der Bend ab Samstag mit verändertem Gastronomiekonzept. Die Gastronomie sei nun gleichmäßiger über den Platz verteilt und in allen vier Ecken präsent, erklärt Bend-Manager Markus Schöning vom Eurogress Aachen.

Gastronom Alwin Fiebus hat erstmals kein großes zentrales Festzelt, sondern nun eine Bendterrasse auf drei Ebenen, die an die frühere Budengasse anknüpft und diesen Bereich neu belebt und in das Geschehen auf dem Platz integriert. Bei einem Osterbrunch am Sonntag, 27. März, kann man hier ab 11 Uhr schlemmen.

Der Veranstalter empfiehlt die Anreise mit dem ÖPNV. Bewachte Parkplätze stehen auf dem Schenkergelände gegenüber vom Westbahnhof sowie an den Wochenenden auf den Flächen der Arbeitsagentur zur Verfügung. Die Parkgebühr beträgt vier Euro.

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