Bend hat jetzt einen Dorfplatz

Von: Georg Dünnwald
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Uberschäumender Start: Beim traditionellen Fassanstich zum Sommerbend mussten Claus Haase (v. l. n. r.), Nikolaus Lentzen, Alwin Fibus und Peter Loosen einen Schritt zurücktreten, um nicht mit Bier geduscht zu werden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Als am Freitagabend um 19 Uhr die drei alten Kirmeshasen, Bernd Loosen, Nikolaus Lentzen und Alex Geiser gemeinsam mit dem alten Politikhasen Claus Haase das Fass Freibier angestochen hatten, hatten sich die Karussells schon fünf Stunden lang warmgelaufen.

Das ist nämlich schon Tradition: Drei Böllerschüsse krachten bereits um 14 Uhr. Damit war den jungen Leuten klar: „Jetzt können wir wieder die Achterbahn stürmen.”

Grundsanierter Platz

Denn pünktlich war am Freitag ab dem frühen Nachmittag der ultimative Kirmesspaß angesagt. Und weil noch Ferien sind, bevölkerten vor allem Jugendliche in der Nachmittagszeit den Öcher Bendplatz. Sie nutzten eine Zweistundenfrist, um bis 16 Uhr zweimal ein Gerät benutzen zu dürfen, zum Preis von einer Fahrt. „Happy hour” nennen das Schaustellerchef Peter Loosen und Bendmanager Peter Krings (Eurogress).

Der Bendplatz ist nun grundsaniert, das hat Peter Krings die Möglichkeit eröffnet, den Rummel neu zu kramen. Die Budenstadt zur Süsterfeldstraße hin ist erweitert worden. Sie hat nun ein bisschen was von einem gehobenen Flohmarkt. Die Gassen zwischen den Kirmesbuden und Fahrgeschäften, immerhin rund 130 an der Zahl, führen unweigerlich zum „Dorfplatz”, der mitten auf dem 40.000 Quadratmeter großen Gelände liegt. Alles ist einfach schöner geworden. Peters Loosens Kommentar: „Als ich vor ein paar Tagen den umgebauten Platz erstmals gesehen hatte, habe ich mich gefühlt wie auf einem Centre Court.”

Am Freitagabend hatten sich viele Öcher die Zeit genommen, um endlich wieder Kirmesluft atmen zu können. Und wagten sich trotz bedenklich bedecktem Himmel zum Rummelplatz, denn der Bend gehört zu Aachen wie der CHIO, die Alemannia und der Fastelovvend. Der Duft von gebrannten Mandeln, von Backfisch und Fritten, von Reibekuchen und Bratwurst machte den Besuchern Lust auf Kalorien.

„Mann, hab ich einen Hunger”, sagte ein junger Mann seiner Begleitung, die kühl reagierte: „Lass es, dann gehst noch mehr auseinander.” Vermutlich verkniff er sich die Portion Reibekuchen, denn nachher wurde das Pärchen an der Bühne gesehen. Dort trat der Teufelspianist Sascha Klaar auf. Er begeisterte sein Publikum, atemberaubend, wie er in die Klaviertasten hämmert und eine perfekte Show auf die Bretter legt. Ein Höllenspaß.

Morgen Abend unterhält die Showband „Deep Beat” auf der Bendbühne, am Sonntag tritt von 18 bis 22 Uhr die Baffy-Scopino-Band mit der Elvis-Live-Show auf. Der Bend ist bis Montag, 17. August, täglich von 14 bis 24 Uhr geöffnet.
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