Aachen - Beim Silber-Jubiläum feiern neue Helden

Beim Silber-Jubiläum feiern neue Helden

Von: Guido Jansen
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Germania Teveren (Mitte) gewann die Jubiläumsausgabe des Köpi-Cups. Als erster gratulierte Hermann-Josef Krahwinkel vom Titelsponsor König-Pilsener (2. von rechts). Andreas Schneider von der accom (rechts) und Ralf Jansen von Arei (3. von rechts) feierten mit. Foto: Ralf Roeger

Aachen. . Nachdem Alemannia Aachens U23 das Hallenfußball-Turnier der „Nachrichten” um den Köpi-Cup drei Jahre dominiert hat, wird ein neuer Name in den Pokal graviert: Germania Teveren.

Mit 3:2 schlug der Mittelrheinligist die jungen Tivoli-Kicker unter den Augen von Cheftrainer Jürgen Seeberger und Neu-Manager Andreas Bornemann in einem teilweise dramatischen Finale.

„Das ist ein riesen Ding für uns”, freute sich Teverens Torjäger Alexander Back. Und Dieter Dulewicz, der Trainer Hermann Kraut an der Außenlinie vertrat, wusste auch schon wofür die Siegprämie vom 2500 Euro verwendet werden wird.

„Wir haben in dieser Saison noch einiges vor”, deutete er die Ziele seiner Mannschaft nur an. Die Germania will der U23 nicht nur in der Halle, sondern auch möglichst bald auf dem grünen Rasden die Stirn bieten. Derzeit liegt der Aufsteiger in die Mittelrheinliga schon wieder auf Platz 2 und liebäugelt mit der Versetzung eine Klasse höher in die NRW-Liga; dahin, wo Alemannias Talenttruppe spielt. Sollte das Vorhaben gelingen, dann wird die Köpi-Cup-Prämie helfen, die Feier mitzufinanzieren.

Dabei hatte zunächst alles danach ausgesehen, als könnte die Nachwuchstruppe der Alemannia bei der 25. Auflage des bestbesetzten Hallenturniers der Region den vierten Sieg in Folge landen. 2:0 führten die Schwarz-Gelben, bis Teveren seine größte Stärke zur Geltung brachte. „Wenn es drauf ankommt, dann sind wir da”, erklärte Alexander Back, der erfolgreichste Torschütze des Turniers.

Sei es in der Vorrunde, als die Germania den Mitfavoriten Borussia Freialdenhoven 8:2 abfertigte und damit das Ticket für das Halbfinale löste. Sei es im Halbfinale gegen Lich-Steinstraß - ebenfalls Ligakonkurrent - als kurz vor Schluss „Back-Zeit” war. In der vorletzten Minute landete der Stürmer den Siegtreffer.

„Schade”, kommentierte Jürgen Deneke, der Cheftrainer Gerd Daun auf der Lich-Steinstraßer Bank vertrat. „Wir haben es verpasst, in Führung zu gehen”, bedauerte er. Chancen waren da. „Aber Teveren hat verdient gewonnen.” Eben weil die Germania stark war, wenn es zählte. Und weil sich Back & Co. im Finale nicht von einem überragenden Alemannia-Schlussmann Tim Krumpen aus der Ruhe bringen ließen.

Der 20-Jährige parierte zunächst jeden noch so guten Versuch von Back und seinen Mitspielern Dave Roemgens und Nderim Feka. Auf der Gegenseite zappelte der Ball in Halbzeit eins zwei Mal im Netz. Andreas Korte und Michael Rentmeister trafen, während Teveren weiter beste Möglichkeiten nicht nutzen konnte. Backs Schuss klatschte an den Pfosten, Sekunden später parierte Krumpen gegen Hendrik Bergmann.

Feka war es schließlich, der das Bollwerk Krumpen erstmals knackte und das 1:2 erzielte. „Danach ließ es für uns richtig gut”, schilderte Alexander Back, der schnell das 2:2 schoss. Adrian Szczybra schließlich hämmerte einen Freistoß zum 3:2-Siegtreffer in die Maschen. „Ich kann meiner Mannschaft kaum Vorwürfe machen. Einge Spieler haben noch nie zusammen auf dem Platz gestanden”, sagte Alemannia-Trainer Eric van der Luer, der mit der Schiedsrichterleistung im Finale haderte. Viele A-Junioren hatten ihr vorgezogenes Debut bei den Senioren gegeben, kamen aber letztlich mit dem Druck im Endspiel nur schwer klar.

Apropos Junioren: Die erfreulichste Nachricht beim Silber-Jubiläum des Köpi-Cups dürfte die Tatsache sein, dass sich die Zuschauer auch in Zukunft auf jede Menge guten Hallenfußball freuen dürfen. Die auffälligsten Akteure waren keine alten Hasen, sondern junge Hüpfer.

Neben der Alemannia und Teveren setzte vor allem die Überraschungsmannschaft des Turnier, Germania Dürwiß, auf junge Kicker. Alan Graf beispielsweise ist noch A-Jugendlicher. Trotzdem wurde der Dürwißer zum besten Kicker des Turniers gewählt. Die Zukunft des Budenzaubewrs war in der Gegenwart schon sehr erfolgreich.
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