Beim Moscheebau geht es langsam voran

Von: Georg Dünnwald
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Der Bau der Yunus-Emre-Moschee
Der Bau der Yunus-Emre-Moschee ging bislang nur schleppend voran. Doch bald soll schweres Gerät anrücken, damit der Rohbau im Herbst endlich steht. Foto: Harald Krömer

Aachen. Wir werden im Spätherbst Richtfest feiern können”, ist Serdar Aymen überzeugt. Zwar sei es in den letzten Monaten etwas schleppend mit dem Bau der Moschee an der Stolberger Straße vorangegangen, „aber eigentlich sind wir im Zeitplan”, bekräftigt der Architekt des Gotteshauses, der nach eigenen Angaben „seit einem Monat im technischen Bereich involviert ist”.

Schleppende Bauweise, das habe viele Gründe gehabt. Das liebe Geld fehlte vorne und hinten, kein Wunder, die Gemeinde muss die rund sechs Millionen Euro, die für die Moschee eingeplant sind, selbst aufbringen. Und auch das Wetter spielte seit Mai eine erhebliche rolle. „Der Bauboden macht uns auch immer wieder Probleme”, zeigt Aymen weitere Schwierigkeiten auf.

Wer so gut wie täglich am Bau der Yunus-Emre-Moschee vorbeikommt, kann beobachten, dass stets auf der Baustelle gewerkelt wird und es trotzdem scheinbar nicht weiter geht. Zumal der vor etwa drei Monaten aufgebaute Kran schnellstens wieder abgebaut werden musste, das Betonfundament war zu schwach fürs Gerät, es drohte umzukippen und dadurch Menschenleben zu gefährden.

Seit Montag ist ein Fortschritt zu bemerken, der gleichzeitig aber die Anwohner etwas einschränken wird. Gelbe Linien zeigen einen etwas engeren Verkehrsverlauf, Gitter in der Elsassstraße und der Stolberger Straße frieden die Bereich ein, in denen in ein paar Tagen zwei Kräne stehen werden. Dafür werden in den eingegrenzten Arealen Betonsockel auf Stahlbleche gegossen. Damit werden die unterirdischen Rohrleitungen und gleichzeitig die Asphaltdecke geschützt. Acht bis zehn Tage müssen die Sockel trocknen, dann werden die riesigen Kräne heran gekarrt. „Zwei bis drei Monate dauert die Bauphase, für die die schweren Geräte benötigt werden”, sagt Architekt Aymen. Was den Bauherren, den Mitgliedern der türkisch-islamischen Gemeinde, Sorgen bereitet, ist der Grundwasserspiegel unter der Baustelle.

An rund 50 der 99 Pfähle (99 ist eine heilige Zahl aus dem Koran), die die Moschee tragen sollen, muss nachgebessert werden. Dafür werden demnächst 50 Pumpen angeschafft, überflüssiges Wasser wird abgesaugt, die Pfahlöffnungen werden geschlossen. „Das ist nicht einfach, zumal die 50 Pfähle in der Mitte der Baustelle liegen, an der unteren Stelle der Maßnahme”, verdeutlich Aymen. Wenn die Öffnungen mit Beton geschlossen sind, wird auf sie eine Bodenplatte gelegt. „Und so Gott will, werden wir dann tatsächlich im Spätherbst den Rohbau fertig haben”, hofft der Architekt.
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