Aachen - Beim Karlsfest geht es zu wie in der „Feuerzangenbowle”

Beim Karlsfest geht es zu wie in der „Feuerzangenbowle”

Von: Daniel Gerhards
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Rappelvoll war das Audimax, als das KKG jetzt wieder sein traditionelles Karlsfest feierte. Für die vielen Akteure auf der Bühne gab es immer wieder tosenden Applaus. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. So voll ist das Audimax sonst nur, wenn die Studenten der unteren Semester in die Grundlagen ihres Faches eingeführt werden. Die Sitzplätze des größten Hörsaals der RWTH waren am vergangenen Samstag wieder alle allesamt besetzt, allerdings mit überwiegend jüngerem Publikum gefüllt.

Und was sich vor dem Publikum abspielte, diente nicht der akademischen Bildung, sondern der Unterhaltung.

Schüler, Lehrer, Eltern und Ehrengäste feierten gemeinsam das traditionelle Karlsfest des Kaiser-Karls-Gymnasiums (KKG). Bei der ersten Nachkriegsfeier im Januar 1949 wurde das Ereignis von Lehrern und rund 570 Schülern stehend auf dem Flur zelebriert.

Diesmal zeigten wieder viele Schüler, was sie musikalisch und künstlerisch drauf haben. Die Vorfreude auf das Fest war bei allen Beteiligten groß. „Wir haben lange geprobt, jetzt sind alle nervös, aber wir sind froh, dass es endlich losgeht”, sagte Susann Kessler, die gemeinsam mit zwei Mitschülern als Moderatorin durch das Programm führte.

Tosender Applaus

Schon bevor die jungen Musiker des Orchesters den ersten Ton erklingen ließen, feierten die Zuschauer ihre Mitschüler mit tosendem Applaus und lautem Zuspruch. Nachdem die Instrumentalisten Klassisches und moderne Filmmusik zum Besten gegeben hatten, wurde eine Filmszene eingespielt. Der alte Schwarz-Weiß-Streifen zeigte Heinz Rühmann, wie er ein Schild an das Tor einer Schule hängt. Unverwechselbar: Das war eine Szene aus dem Klassiker „Feuerzangenbowle”.

Der Film diente auch gleich als Motto für die Feier. „Mit dem Thema kokettieren wir ein bisschen”, so Schulleiter Dr. Paul Wolfgang Jaeger. Manchmal fühlt sich der Pädagoge gar an Szenen aus dem Film erinnert: „Wir haben ja nicht gerade den Ruf, ein Reformgymnasium zu sein. Man sagt uns eher nach, ein wenig rückständig zu sein. Manchmal komme ich mir da selber vor wie in der Feuerzangenbowle.”

Jaeger und fünf seiner Kollegen knüpften auch gleich an die eingespielte Szene an. In altertümlichem Frack, mit Weste, Fliege und Zylinder ließen sie das Feuerzangenbowlen-Lehrerkollegium bei seinen Beratungen wiedererstehen. Wegen angeblicher Bauarbeiten sind Klassenzimmer und Schulhof wie leergefegt, „wenn das rauskommt, lacht sich halb Aachen kaputt”. Also muss man die Peinlichkeit vertuschen. Jaeger ordnet an, dass man die Treppe sperrt und mit Betonsäcken dekoriert - „ein Gerüst steht ohnehin schon lange neben der Schule. Das trägt zur Glaubwürdigkeit bei”.

Nach der witzigen Darbietung der Lehrer ließ es die Rockband „Bekahoona” richtig krachen. Die vier Musiker aus der Jahrgangsstufe 13 zeigten, was sie an Gitarre, Bass und Schlagzeug draufhaben. Das Ereignis wurde mit stehenden Ovationen quittiert. Ganz ohne Instrumente kam Beatboxer Andreas Nawrot aus. Er machte „Musik mit dem Mund”. Das freute die Mitschüler, brachte Lehrer und Eltern zum Staunen.

Außerdem zeigten die Schüler selbst gedrehte Filme, führten Tänze und ein selbst gemachtes Theaterstück auf. Dazu gab es noch mehr Musik von der Big Band des KKG oder und dem Oberstufenchor.

Für besonderes Engagement wurden zahlreiche Schüler mit einem Buchpreis ausgezeichnet: Mathias Brede, Markus Brüll, Damla Can, Wiebke Crumbach, Sehribanu Dogan, Lorenz Dreßen, Lina Driouk, Maren Eisenbach, Thomas Gilleßen, Tobias Gilleßen, Dominic Gohla, Benedikt Hürter, Martin Komanov, Marie Kramer, Jannis Leuchter, Anna Loscutova, Fabian May, Andreas Oerder, Julia Schoenen, Thomas Schornstein und Paul Wesselmann.
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