Aachen - Beim Infotag wertvolle Kontakte zu Aachens Firmen knüpfen

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Beim Infotag wertvolle Kontakte zu Aachens Firmen knüpfen

Von: Martina Feldhaus
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Die Mörgens-Werkstätten (hier die Schreinerei) stehen für die Kooperationsmöglichkeiten der GHS Drimborn mit Unternehmen und Einrichtungen in Aachen. Die Schüler (vorne v.l.) Daniel Rongen, Kiattisak Setbupha, Dominic Pagel, Samet Altintas und Fabian Hillebrand haben davon schon profitiert. Im Hintergrund: die Drimborn-Schulleitung und Vertreter der Kooperationspartner. Foto: Harald Krömer

Aachen. Für Dominic Pagel, Daniel Rongen und Samet Altintas hat sich der Einsatz wirklich gelohnt. Alle drei machten bereits während der Schulzeit ein Berufspraktikum – bei der Schumag AG, im Alten- und Pflegeheim Haus Margarethe und beim Sanitärbetrieb Frantzen.

Alle drei bewarben sich für einen Ausbildungsplatz, durchliefen erfolgreich Vorstellungsgespräche oder Einstellungstests – und halten nun ihren unterschriebenen Ausbildungsvertrag in den Händen. Und das etwa ein halbes Jahr bevor es überhaupt los geht.

Das nicht selbstverständlich. Doch Pagel, Rongen und Altintas wurden kräftig unterstützt, und zwar von ihrer Schule. Beide machen derzeit den Abschluss an der Gemeinschaftshauptschule Drimborn. Die hat sich dick auf die Fahnen geschrieben, ihre Schützlinge fit für den Beruf zu machen. „Wir begleiten und betreuen die Schüler, sind pädagogisch sehr nah dran“, sagt Drimborn-Konrektor Michael Geurtz. „Vor allem in Sachen Berufsorientierung.“

Und wie genau das funktioniert, das erläuterten Geurtz und seine Kollegen sowie einige Kooperationspartner jetzt in den Werkstätten des Mörgens. Das Theater Aachen hatte seine Räume fürs Treffen zur Verfügung gestellt, erstmals ist es in diesem Jahr beim vierten Berufsorientierungstag der GHS Drimborn am Samstag, 5. April, vertreten, um dort seine Ausbildungsberufe vom Bühnenmaler über den Tischler bis zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik zu präsentieren. Der Tag bildet einen wichtigen Pfeiler bei den Fit-für-den-Beruf-Anstrengungen der Schule. Rund 30 Betriebe, Firmen und Einrichtungen stehen dann auf dem Schulgelände für den direkten Austausch mit den potenziellen Azubis zur Verfügung.

„Wir hoffen, dass dort wieder viele Kontakte entstehen und die dann zu Praktikumsplätzen und Ausbildungsverträgen führen“, sagt Schulleiterin Annett Koch-Thoma. Denn ein Praktikum ist oftmals ein erster und wichtiger Schritt auf dem Weg in den Beruf. Vor allem für Hauptschüler, die es am Ausbildungsmarkt nicht gerade leicht haben und die mit Abgängern von Realschule und Gymnasium konkurrieren. So organisiert die GHS Drimborn für alle ab der 7. Klasse regelmäßig Berufspraktika, kooperiert in der sogenannten „Kurs“-Initiative mit festen Partnern aus der Wirtschaft.

Einer davon ist Philips. Der Beleuchtungsproduzent bildet regelmäßig 50 Azubis aus, rund 15 bis 20 Prozent von ihnen kommen von der Hauptschule, wie Ausbildungsleiter Martin Clermont erzählt. Er weiß: „Wenn das Interesse da ist und die Kompetenzen stimmen, können Hauptschulabgänger bei uns viele Berufe erlernen.“ Leider allerdings hake es manchmal bei den persönlichen Kompetenzen und der Motivation.

Die GHS Drimborn will deshalb die Motivation schon früh aufbauen. Und früh vermitteln, was es heißt, im Berufsleben zu stehen. Beim Berufsorientierungstag können die Schüler das aus erster Hand erfahren. „Viele Betriebe bringen ihre Azubis mit, die nah dran sind an unseren Schülern“, sagt Matthias Fischer, Berufswahlkoordinator an der Drimborner Hauptschule. „An dem Tag entstehen viele persönliche Kontakte, Lehrer, Schüler und Firmen lernen sich kennen. Davon profitieren alle.“

Deshalb wirbt Fischer kräftig für die Veranstaltung: „In dieser Konstanz und in diesem Umfang bietet keine andere Aachener Schule so einen Tag. Und die Firmen, die einmal da waren, kommen immer wieder.“ Viele Praktika seien aus dem Tag schon hervorgegangen, manch einer habe seinen künftigen Ausbilder dort getroffen.

Das Berufsangebot jedenfalls ist an dem Samstag breit gefächert. Neben Technikfirmen, Autohäusern, Bäckereien, Pflegeheimen, Einzelhandel und dem Theater sind auch die Stadt Aachen, die Aseag die Handwerkskammer und die Zollverwaltung vertreten. Die Schüler werden gut auf den Tag vorbereitet. Nebenbei gibt es praktische Übungen und Aktionen. Fischer: „Da ist richtig was los – und der Tag wächst immer weiter.“

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