Aachen - Beim Benefizlauf sind erstmals auch 25 Rollis mit dabei

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Beim Benefizlauf sind erstmals auch 25 Rollis mit dabei

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Erstmals waren beim Benefizlauf im Waldstadion auch Rollstuhlfahrer dabei. Und die klatschen sich auch nach dem Zieleinlauf ab. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Was für eine sensationelle Leistung“, lobte Organisator und Moderator Manfred Xhonneux die rund 25 Rollifahrer beim 14. Benefizlauf im Waldstadion. Sie waren der Einladung gefolgt und traten zum ersten Rollstuhlrennen über 800 Meter in Aachen an.

„Wenn man schon mal zehn Kilometer Marathon gefahren ist, dann ist das keine große Herausforderung“, meinte Tobias Winkens, der gemeinsam mit seinen Freundinnen Hannah Jansen und Lavinia Bot die Ziellinie überrollte. Die drei waren gemeinsam gestartet, blieben die zwei Runden zusammen und rollten gemeinsam durchs Ziel. Aus Kameradschaft, wie Tobias im Anschluss erklärte.

Rund 30 Rollstühle und Rollatoren hatte die Firma „BB medica“ zur Verfügung gestellt, damit jeder auf einem eigens eingerichteten Parcours ausprobieren konnte, wie es sich anfühlt, in einem Rollstuhl zu sitzen. Mitarbeiter Dirk Münster kennt das schon, aber bei einem Rennen hat er noch nie mitgemacht.

„Die Arme sind jetzt warm“, sagte er im Anschluss lächelnd. Und: „Es geht ganz schön in die Hände.“ Er hat einer Kundin geholfen, über die Ziellinie zu kommen. Denn so ganz einfach war das Rennen offensichtlich nicht. Der eine oder andere hatte ganz schön zu kämpfen. „Vielleicht reichen 400 Meter beim nächsten Mal auch“, meinte Xhonneux.

Derweil kämpfte sich die Sonne durch die Wolken. Schirme wurden wieder zusammengerollt und Kapuzen von den Köpfen gestreift. „Super“ fanden die Organisatoren die Stimmung und das Wetter. „Wenn es zu heiß ist, dann ist es ja auch nicht gut“, hieß es seitens der Organisation. Rund 1200 Sportler kamen im Laufe des Tages ins Waldstadion, um in unterschiedlichen Disziplinen für den guten Zweck zu laufen. Die Einnahmen kommen dem Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte und dem Förderkreis für krebskranke Kinder zugute.

Die Bambinis und die Schüler machten den Auftakt. Die Sieger wurden mit einem Plüschhund und einer Urkunde belohnt. Auf die Urkunde müssen sie allerdings noch ein bisschen warten. „Der Drucker hat gestreikt“, erklärte Manfred Xhonneux den Zuschauern. Die standen bei jedem Rennen an der Laufbahn und unterstützten die Läufer mit reichlich Applaus. Bei den Rollifahrern lief sogar der eine oder andere auf der Bahn mit. Und bei der Siegerehrung gab es reichlich Applaus.

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