Nachts im Museum Freisteller

Bei Westspiel nichts Neues?

Von: gei
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Für das Spielcasino werden Zukunftspläne geschmiedet. Die SPD will sich nun über den Stand der Dinge informieren Foto: H. Krömer

Aachen. Der Aachener Landtagsabgeordnete Karl Schultheis (SPD) will die Debatte um die geplante Neuausrichtung und Umstrukturierung des Spielcasinos vorantreiben.

„Wir wollen den Standort erhalten und attraktiver machen”, sagt er, „dafür müssen aber bald Entscheidungen getroffen werden.”

Per Ratsantrag soll daher nun die Verwaltung aufgefordert werden, über den Stand der Verhandlungen zwischen Stadt, Westspiel-Gruppe und NRW-Bank zu berichten. Insbesondere müssten sich die politischen Gremien mit den Investitionsentscheidungen befassen, die auf die Stadt zukommen, meint Schultheis.

Die Zeit dränge, denn um den Standort Aachen zu halten, müsse alsbald der Nachweis erbracht werden, dass das neue Konzept der Spielbank erfolgreich ist. „Alle Beteiligten müssen ihren Beitrag zum Gelingen leisten”, sagt Schultheis. Er bemängelt, dass seit Ende September nichts Neues mehr über die geplante Umgestaltung des Spielbereichs zu erfahren war.

Schult­heis hat sich gemeinsam mit den Aachener Landtagsabgeordneten Armin Laschet (CDU) und Reiner Priggen (Grüne) beim Wirtschaftsministerium für den Erhalt des Spielcasinos Aachen stark gemacht und sich gegen die Pläne des Betreibers Westspiel gestemmt, die Spielbank nach Köln zu verlegen.

Im September kam dann die für die rund 200 Beschäftigten erlösende Nachricht, wonach das Kurhaus an der Monheimsallee „revitalisiert” werden soll. Geplant ist eine Verkleinerung des Spielbereichs. Im Gegenzug sollen kulturelle Veranstaltungen und Kongresse mehr Leben ins Haus bringen. Die seit Jahren sinkenden Besucherzahlen und zurückgehenden Spielerlöse müssten gestoppt werden, damit die Kugeln an den Roulettetischen auch über das Jahr 2018 - dann läuft die Konzession aus - hinaus in Aachen rollen.

Casino-Chef Hans-Jürgen Strunck ist zuversichtlich, dass das klappt. Es gebe bereits viele Gespräche im Hintergrund und neue Raumplanungen, versichert er. Mitte März sollen Feinplanung und Kostenberechnung vorgestellt werden.
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