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Bei der Sperrgutannahme bleibt vorerst alles beim Alten

Von: gei
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Aachen. Auch im neuen Jahr können die Aachener ihre gewohnten Mengen Sperrgut und Bauschutt an den städtischen Recyclinghöfen abgeben. .

Für die zunächst vorgesehene Mengenbegrenzung gibt es politisch hingegen keine Mehrheit. Einzige Neuerung: Sperrgut und Bauschutt können ab Januar nicht nur an der Kellershau­straße, sondern auch am bekannten Kompostplatz in Brand abgeliefert werden

Man wolle tunlichst jeden Eindruck vermeiden, die Bürger beschränken zu wollen, betonten alle Politiker am Dienstag im Ausschuss für den Stadtbetrieb. Doch genau diesen Eindruck hatten die Verantwortlichen des Stadtbetriebs mit ihrer Idee erweckt, die Sperrgutmengen ab 1. Januar auf einen Kubikmeter begrenzen und die Menge des Bauschutts von 0,5 auf 0,1 Kubikmeter einschränken zu wollen. Wer dennoch mehr anliefere, sollte abgewiesen werden.

Dies erinnere ihn an Erziehungsmethoden aus den fünfziger Jahren, befand FDP-Mann Peter Blum, der sich ebenso strikt gegen dieses Vorhaben aussprach wie Vertreter der Grünen und Piraten. Und auch auf Seiten von SPD und CDU zeigte man sich nicht glücklich mit der Verwaltungsvorlage, obgleich man dort auch Verständnis für die Nöte des Stadtbetriebs hat.

Die resultieren aus der ab Januar greifenden Müllreform, die mit ihrer neuen Gebührenstruktur noch genug Bürger in Wallung versetzen wird. So werden dann nicht nur die Preise für die Tonnenleerungen vielfach angehoben, dazu gehört auch, dass die Aachener ihr Sperrgut künftig nur noch gegen eine Gebühr von 15 Euro abholen lassen können. Der Stadtbetrieb erwartet daher, dass viele Menschen ihr Sperrgut demnächst lieber selber wegbringen werden. Der Recyclinghof an der Kellershaustraße ist allerdings schon jetzt an seiner Kapazitätsgrenze. Vor allem an Wochenenden gibt es dort oftmals lange Warteschlangen. Das Abgabeverfahren sollte daher klarer strukturiert und die Mengen eindeutiger definiert werden, erläuterte Dieter Lennartz, Abteilungsleiter beim Stadtbetrieb. „Es war gut gemeint“, betonte er.

Nun bleibt es bei der alten Fünf-Teile-Regelung fürs Sperrgut, die dann allerdings auch für den Recyclinghof in Brand gelten soll. Ob der den Andrang bewältigen kann, soll bis nächstes Jahr beobachtet werden. Möglicherweise muss die bestehende Regelung dann doch noch überarbeitet werden. Zwar soll den Bürgern die Sperrgutabgabe möglichst einfach gemacht werden, zugleich müsse man die Recyclinghöfe aber auch vor Gewerbetreibenden schützen, die dort billig ihren Müll abladen, wie Ferdinand Corsten, CDU, betonte. Einig ist er sich mit allen anderen Fraktionsvertretern, dass Aachen dringend einen dritten Recyclinghof benötigt. Noch ist dafür aber kein Standort in Sicht.

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