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Begehbarer Farbkreis in der Aula Carolina

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
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Naturalistische Motive in Skulpturen und Gemälden: Die schufen die Schülerinnen des Aachener Künstlers Dieter Wolf. Derzeit stellen sie in der Aula Carolina aus. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die Aula Carolina, Pontstraße 7-9, ist derzeit „geschmückt aber nicht dekoriert”, stellt Dieter Wolf, Künstler und ehemaliger Schüler des Malers Gerhard Richter, klar. „Der Raum soll durch die Kunst leuchten”, erklärt der Aachener Künstler die Ausstellung „Farbkreis”, die jetzt eröffnet wurde.

Anhand von Fotos der alten Kirche haben zehn Schülerinnen Wolfs in einem Kurs Kunstwerke erarbeitet, die sich speziell auf den Charme und die Gegebenheiten des Raums beziehen. Auffallend sind die verschiedenen Techniken sowie die naturalistischen Motive wie Blumen, Tiere, Wälder und Landschaften. „Die Natur durchzieht die Ausstellung wie ein roter Faden”, erläutert Christine Vogt, Direktorin der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, bei der Einführung.

Auffallend ist dabei ein großes, sehr detailliert gemaltes Perlhuhn. Wie die Künstlerin Elisabeth Kauhsen erzählt, entdeckte sie „das Huhn auf einer Afrikareise” und wollte das „kleine Tier mal ganz groß raus bringen”. Das Bild entstand 1993 in einem Kurs mit Dieter Wolf und für die Ausstellung „Farbkreis” malte sie noch zwei weitere Bilder, die nun links und rechts vom Hauptbild aufgehängt sind.

Auf dem linken Bild bezieht sich die langjährige Schülerin Wolfs auf das gepunktete Gefieder des Tieres und auf dem rechten ist das ganze noch einmal in Nahaufnahme zu sehen, wobei Kauhsen dort das Raster der Fenster aufgegriffen hat. Zu jedem Bild beziehungsweise zu jeder Bildergruppe gehört auch eine Skulptur. Elisabeth Kauhsens Skulptur stellt einen Punkt des Gefieders dreidimensional dar.

„Die Hauptfarben der Ausstellung sind rot, grün, grau und schwarz als Lichtfarbe”, fügte Vogt hinzu. Sie bezog sich auf das Hauptbild, das vom Meister Dieter Wolf selbst stammt. Es ist gegenüber der Eingangstüre wie ein Altar aufgehängt und die Skulpturen im Inneren der Säulen säumen den Weg dorthin. Außerhalb der Säulen ist der begehbare „Farbkreis”, zu welchem auch Elisabeth Kauhsens Perlhuhn gehört. Am Ende ihrer Einführung gibt Christine Vogt noch einen Tipp: „Am besten kommen sie noch einmal wieder, denn wenn es hier leerer ist, kann man ein sensibleres Gefühl für den Raum entwickeln”.

Die Ausstellung „Farbkreis” läuft noch bis Samstag, 28. August, und ist jeweils zwischen 11 und 18 Uhr zu sehen.
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