Aachen - Baustelle Dahmengraben: Stolperfallen in der Fußgängerzone

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Baustelle Dahmengraben: Stolperfallen in der Fußgängerzone

Von: Sarah Maria Frantzen
Letzte Aktualisierung:
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Ein Provisorium, das nicht allen Geschäftsleuten widerspruchslos hinnehmen wollen: Beim Rundgang mit der CDU Aachen Markt beschwerten sich Anlieger unter anderem über gefährliche Stolperfallen an der Baustelle in der Fußgängerzone Dahmengraben. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die CDU Aachen Markt hatte zum Bezirksrundgang geladen. Also machten sich Politiker und Presse bei miesem Wetter auf den Weg durch das Stadtzentrum, in dem Ratsherr Ernst-Rudolf Kühn einiges zu bemängeln hat.

Mangel 1: „An der Antoniusstraße sind leider immer noch keine Sichtschutzblenden im Straßeneingangsbereich angebracht”, kritisiert Kühn. Dabei hätte die Polizei keine Bedenken gegen die Schutzwände und auch die Bordellbetreiber würden sich über die Abschirmung freuen, so der Ratsherr. „Die haben schon Angebote eingeholt. Doch die Verwaltung mauert weiter.”

Von Mauern könne keine Rede sein, erklärt hingegen Baudezernentin Gisela Nacken. Allerdings habe ihre Verwaltung an anderer Stelle wichtigere Baustellen zu bearbeiten.

Aus ihrer Sicht würde ein Sichtschutz zudem eine „Situation verfestigen”, die eigentlich nicht so bleiben soll. Denn für das Rotlichtsträßchen strebt die Verwaltung eine neue Lösung an.

Mangel 2: Die Baustelle am Dahmengraben. Dort kritisierte der Ratsherr das beauftragte Unternehmen und ärgerte sich über die vielen Stolperfallen und Pfützen. Verärgert sind auch die ansässigen Einzelhändler.

„Hier macht keiner mehr sauber”, schimpft Mirjana Jesic über die Stadtreinigung und über den Müll im Baustellenbereich vor der Ladentür. „Eine 1a-Lage ist das hier derzeit nicht.”

Mehrere Stürze

Laut Jesic seien im Baustellenbereich schon mehrere Menschen böse gestürzt. Von den Problemen für Rollstuhlfahrer oder ältere Menschen mit Rollatoren ganz zu schweigen. Kühn: „Hier muss was passieren.”

Mangel Nummer 3: Das Verkehrschaos im Bereich Buchkremer-, Ursuliner- und Hartmannstraße. Seitdem die Durchfahrt an der Hartmannstraße wegen einer Baustelle unterbrochen ist, landeten Autofahrer dort regelmäßig in einer Sackgasse.

Eine Umfahrung des Elisenbrunnens aus Richtung Peterstraße ist derzeit nicht möglich. Pkw fahren deshalb gelegentlich über den Gehweg an der Baustelle vorbei und gefährden damit Fußgänger. „Hier geht´s zu wie auf einem Ponyhof”, findet Kühn.

Um allzu große Umwege zu vermeiden, schlägt Martin Lücker, ansässiger Geschäftsmann, vor, wenigstens für die Zeit der Baustelle die Durchfahrt Elisenbrunnen zumindest in einer Fahrbahn zu öffnen. Ratsherr Kühn fordert zudem eine bessere Beschilderung, damit Auswärtige überhaupt noch den Dom ansteuern können - denn Navigationsgeräte führen derzeit ebenfalls in die Sackgasse.

Aber nicht alles sei schlecht. Auch ein paar Lichtblicke entdeckte die CDU bei der Begehung: Am Elisenbrunnen fließt das Wasser wieder und die Rotunde ist über eine Rampe - die optisch allerdings schöner sein könnte - nun auch mit dem Rollstuhl erreichbar.
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