Aachen - Bauprojekt Dell: Protest der Bürgerinitiative

Bauprojekt Dell: Protest der Bürgerinitiative

Von: Heiner Hautermans
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Aachen. Die meisten Argumente waren nicht neu, überraschend war eher die Heftigkeit, mit der sie in der gut besuchten Bürgerfragestunde zu Beginn der Sitzung der Bezirksvertretung Richterich geäußert wurden.

Vertreter der BI Dell bezweifelten, dass das Neubaugebiet am Rande des Ortskerns überhaupt notwendig ist, die politischen Vertreter des Stadtbezirks verteidigten die Planung und befürworten – quer durch alle Parteien – das Zig-Millionen-Projekt.

Die aufbegehrenden Bürger bezweifeln etwa, dass die Bevölkerung Aachens wachsen wird, sie geht eher vom Gegenteil aus. Sie sieht auch noch genug Platz an anderen Stellen der Stadt, um Bauwillige anzusiedeln, und wenden sich gegen die Zersiedelung der Landschaft und den Verlust wertvoller Ackerfläche. Deshalb prüft die Initiative, wie berichtet, juristisch und organisatorisch die Einleitung eines Bürgerbegehrens.

Die Bezirksvertreter machen zur Voraussetzung, dass die geplante Umgehungsstraße gleichzeitig vorangetrieben wird und der zu erwartende Mehrverkehr darüber und über eine Baustraße zur Autobahn hin abgewickelt wird. Manfred Kuckelkorn (SPD): „Das erste Loch darf erst gemacht werden, wenn die Straße fertig ist.“ Bezirksbürgermeisterin Marlis Köhne: „Wir wollen neue Bürger in Richterich haben. Der Bedarf ist sehr groß.“ Am Ende stand die dringende Empfehlung einer Besucherin: „Vergessen Sie nicht die Bürger, die schon lange hier wohnen! Was auf uns zukommt, ist eine unheimliche Belastung.“

Aufgegriffen werden soll die Anregung eines anderen Anwohners, dass auch die Verwendung alternativer Baustoffe bei der Errichtung der Hunderte Häuser geprüft werden soll. „Die Materialien, aus denen heute Häuser gebaut werden, sind Sondermüll, wenn sie entsorgt werden müssen.“

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