Bald soll der Bahnhofplatz nicht mehr „schwimmen”

Von: Georg Dünnwald
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Diese Nöppchen reichen nicht für Blinde oder stark Sehbehinderte. „Hier muss verbessert werden”, sagt Martin Fauck, kommissarischer Chef des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlage. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Am Hauptbahnhof: Das Burtscheider Wasser drückt gegen die Betonplatte, die dann entsprechend „Seegang” hat. Auf eine nötige Drainage - die das Schichtwasser ablaufen oder versickern lässt - hatte die Stadt damals, als der Platz umgebaut wurde, aus Kostengründen verzichtet.

Diese „Schwimmfähigkeit” soll noch in diesem Jahr behoben werden, war am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Bürgerinitiative Bahnhofplatz (Biba) und des städtischen Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen zu hören.

„Längst nicht alle unserer Wünsche sind erfüllt worden”, sagt Harald von Reis, Vorsitzender der Biba. Trotzdem hat er sich mit dem kommissarischen Chef des Fachbereichs, Martin Fauck, zusammengesetzt.

Während des Gesprächs haben die beiden beschlossen, am Mittwoch, 30. März, um 18 Uhr im Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße, Raum 170, anzubieten. „Damit die Bürger über den Stand der Entwicklung und auch künftige Ereignisse informiert werden können.”

Das Verhältnis zwischen Bürgerinitiative und Fachbereich scheint mittlerweile entspannt zu sein. Von Reis: „Herr Fauck hat ein schweres Erbe angetreten. Aber mit ihm können wird reden.”

Die gemeinsame Veranstaltung soll sowohl von von Reis als auch von Fauck moderiert werden. Dann werden Interessierte erfahren, welche Projekte im Bahnhofsviertel anstehen, und sie werden eine Übersicht über allgemeine Maßnahmen erhalten. Zudem steht ein Bericht über die Verkehrssituation im Bahnhofsviertel ebenfalls auf der Tagesordnung.

Der Übergang von der Bahnhofstraße über die Römerstraße zum Hauptbahnhof soll beispielsweise behindertengerechter gestaltet werden. „Denn die kleinen Metallnöppchen an den Straßenrändern reichen keineswegs. Die spürt kein Blinder oder stark Sehbehinderter”, gibt Fauck selbstkritisch zu.

„So manche Verbesserung muss nicht automatisch viel Geld kosten”, weiß von Reis. Da müsse man noch intensiver ins Gespräch kommen. Ein „Planungscafé”, das mit ungefähr 150.000 Euro zu Buche schlagen würde, werde nicht gebraucht. „Nehmen Sie uns als Bürger wahr und glauben Sie uns, dass auch wir manchmal gute Ideen haben”, gibt er der Verwaltung zu bedenken.

Für einen ICE-Halt

Eine Bürgerinitiative müsse auch nicht immer gegen etwas sein. Deshalb hat er im Auftrage der Biba an Reiner Latsch, den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für das Land Nordrhein-Westfalen, einen Brief geschrieben mit der Aufforderung, den ICE-Halt am Standort Aachen nicht fallen zu lassen.

Als Stadt mit einer Viertelmillion Einwohner habe sich Aachen mit der Karlspreisverleihung und dem CHIO einen festen Platz in Europa geschaffen. Schon deshalb sei es sinnvoll, für Aachen einen Haltepunkt in Richtung Amsterdam, Paris und London einzurichten.
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