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Bald besseres Licht für den Bushof

Von: Werner Breuer
Letzte Aktualisierung:
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Im Bushof ist das Licht zu schlecht. Die an der Decke angebrachten Reflektoren funktionieren nicht und sollen in absehbarer Zeit abmontiert werden, heißt es von Seiten der Stadt. Foto: Harald Krömer
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Fehlinvestition: Das Ende der 1990er Jahre installierte Tageslichtspiegelsystem ist defekt, eine Reparatur ist mit zu viel Aufwand verbunden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Beamtendeutsch kann durchaus bildhaft sein. So heißt es in einer Vorlage für den Planungsausschuss über den Bushof, er nehme „in der öffentlichen Meinung eine traurige Spitzenreiterposition der negativen Urteile“ ein.

Schön finden die Öcher den Betonklotz aus den frühen 1970er Jahren schon lange nicht mehr, und außerdem ist es ihnen dort zu dunkel. Beides soll sich ändern – das eine früher, das andere später.

Über eine „Machbarkeitsstudie für besseres Licht im Bushof“ werden die Planungspolitiker bei ihrer nächsten Sitzung am 16. Juni (17 Uhr im Sitzungssaal 170 des Verwaltungsgebäudes Marschiertor an der Lagerhausstraße) beraten. Die Verwaltung will sie kurzfristig in Auftrag geben, damit es noch vor dem Winter heller wird in der Wagenhalle und ihrem Umfeld.

Eine Machbarkeitsstudie war schon Ende vergangenen Jahres in Auftrag gegeben worden, doch die befasst sich eher mit dem großen Ganzen: Es soll geklärt werden, was an der Ecke Peterstraße/Kurhausstraße geschehen könnte. Es geht laut Verwaltungsvorlage um die Frage, „wie in drei verschiedenen räumlichen Alternativen die Aufgabe des zentralen Umsteigepunktes organisiert werden kann, welche Flächen dafür benötigt werden und welche Konsequenzen dies für zu erneuernde oder gänzlich neue Bau- und Raumstrukturen hat“.

Denkbar sei etwa die Verlegungen von Bushaltestellen aus dem Bushof zur Kurhausstraße, erklärt Axel Costard vom städtischen Presseamt. Ideen für eine Umgestaltung des Bereichs soll ein Wettbewerb bringen. Dem eine verkehrliche städtebauliche Machbarkeitsstudie vorzuschalten, sei durchaus sinnvoll, meint Costard. „Noch ist gar nicht klar, in welche Richtung es gehen soll.“ Deshalb müsse vorher geklärt werden, was überhaupt machbar ist.

Herausfinden sollen das die Planer des „Büros StadtLandBahn“ aus Boppard, das Ende des vergangenen Jahres den Zuschlag für die Studie bekam. „Aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle“, schreibt nun die Verwaltung, sei die Bearbeitungsfrist verlängert worden. Mit Ergebnissen wird erst im Herbst gerechnet.

Doch Verzögerungen beim Blick aufs große Ganze haben laut Costard mit der Licht-Studie wenig zu tun. Bis nach dem Wettbewerb und anderen Prozeduren erste Maßnahmen umgesetzt würden, ginge wohl noch einige Zeit ins Land, meint Axel Costard. So lange aber sollen die Öcher nicht auf eine bessere Beleuchtung im Bushof warten müssen.

Schon im letzten Winter, schreibt die Verwaltung, habe die dort untergebrachte Volkshochschule unter dem schlechten Licht in der dunklen Jahreszeit gelitten: Zwischen dem Besucherrückgang an der VHS und der „negativen Wahrnehmung, verstärkt durch eine Häufung krimineller Handlungen im Bushofumfeld“, vermutet die Verwaltung einen Zusammenhang. Die Ecke werde als Bereich angesehen, um den man besser einen Bogen macht. Deshalb soll nun ein Büro beauftragt werden, gemeinsam mit der Stawag „modulare, aufeinander aufbauende Vorschläge“ zu erarbeiten, wie der Bushof zu erleuchten wäre.

Vor langer Zeit gab es da schon einmal die ausgefuchste Idee, das Sonnenlicht über Spiegel einzufangen und in die düstere Wagenhalle umzulenken. An dieser „Heliostaten-Anlage“ hatten Stadt und Aseag allerdings wenig Freude. Sie sei aufwendig zu justieren, oft von Tauben verdreckt und bringe nicht den erhofften Effekt, erklärt Costard. Inzwischen sei das Ende der 1990er Jahre installierte Tageslichtspiegelsystem defekt, eine Reparatur wäre mit viel Aufwand verbunden. Laut Costard soll es in absehbarer Zeit entfernt werden.

Derweil sollen sich die Planer zügig etwas Erhellendes einfallen lassen. Die Verwaltung erwartet Ergebnisse nach der Sommerpause, damit die Zeit noch reicht, um laut Vorlage „ein erstes Basismodul“ umzusetzen.

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