Aachen - Bahnhofsvorplatz wird im Januar trockengelegt

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Bahnhofsvorplatz wird im Januar trockengelegt

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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Schön, aber risikoreich: Die Wasserspiele am Hauptbahnhof. Die Stadt hat Probleme mit der unterspülten Betonplatte. Foto: Harald Krömer

Aachen. Was die Stadt zunächst dementiert hat, scheint von der zuständigen Fachabteilung nun doch in Betracht gezogen zu werden: Von unten drückendes Schichtwasser könnte für die Schäden am Bahnhofsvorplatz verantwortlich sein. Mit der Sanierung des erst vor drei Jahren fertiggestellten Platzes soll voraussichtlich im Januar begonnen werden.

Größere Teile der auf dem Vorplatz gegossenenen Betonplatte müssen wieder aufgestemmt werden, weil sie sich inzwischen auf unsicherem Grund befindet. Größere Wassermassen drücken gegen die Platte, heranfahrende Busse versetzen sie regelrecht ins Schwanken. Bordsteine wurden bereits durch die Kraft des Wassers verschoben.

Nach Informationen der „Nachrichten” soll es bereits während der Bauphase vor fast vier Jahren erste Hinweise auf das Wasserproblem gegeben haben. So soll dem städtischen Bauleiter damals die Anlage einer Drainage empfohlen worden sein. Darauf sei aus Kosten- und Zeitgründen verzichtet worden - möglicherweise, weil der Bahnhofsvorplatz rechtzeitig zu Beginn der Weltreiterspiele fertig sein sollte.

Die Stadt weist diese Behauptungen jedoch zurück. Zunächst hatte sie erklärt, dass lediglich ein undichter Ablauf am Brunnensystem für Unterspülungen sorge. Das Leck sei mittels einer Minikamera geortet worden und könne nun abgedichtet werden. Inzwischen verlautet jedoch, dass die Ursachensuche noch nicht abgeschlossen sei. So soll nun auch nachträglich eine Drainage gelegt werden.

Nach Angaben der Verwaltung habe es aber keine Warnungen während der Bauzeit und damit auch keine Veranlassung gegebeen, eine Drainage zu legen. Der Platz habe während des Umbaus mehrere Wochen offengelegen, Wasser sei nie aufgetreten, heißt es bei der Stadt. Augenzeugen erinnern sich anders und behaupten, dass dort immer Wasser gestanden habe, die Gefahr aber nicht erkannt worden sei.

Die nun fälligen Sanierungskosten schätzt die Stadt auf 20.000 bis 30.000 Euro. Die Betonplatte muss aufgesägt werden und ein Anschluss der Drainage ans Kanalnetz gelegt werden. Mit einer gut einmonatigen Bauzeit müsse gerechnet werden. Auch die Busspuren sind davon betroffen.
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