Aachen - Bahnhof Rothe Erde: Politik stoppt Fassadenentwürfe

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Bahnhof Rothe Erde: Politik stoppt Fassadenentwürfe

Von: Georg Dünnwald
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Aachen. Da waren die Mitglieder des Planungsausschusses überhaupt nicht begeistert. Und sie waren sich am Donnerstagabend schnell einig: So wird die Fassade des Bahnhofs Rothe Erde nicht aufgehübscht.

Entsetzt kommentierte Ratsfrau Sigrid Moselage die Vorlage des Planungsamtes: „Es gibt doch die Bilder vorher - nachher. Ich dachte, die Fotomontage, die uns vorgelegt worden ist, zeigt das Vorher.” Mit Schaukästen, die auf Lamellen angebracht werden, wollte das Planungsamt die Torbögen der maroden Bahnhofsfassade „verschönern”. Einschließlich Planungskosten sollte das Ganze rund 125.000 Euro kosten.

Viel Geld, das die Stadt da alleine stemmen sollte. Am Mittwochabend hatten sich schon die Mitglieder der Bezirksvertretung Aachen-Mitte unzufrieden mit der vorgelegten Planung gezeigt, berichtete Heike Ohlmann vom Planungsamt. Der Forderung der Bezirkspolitiker aber, die Bürger in eine erneute Planung einzubeziehen, wollten die Ausschuss-Kollegen aber nicht folgen. Weil schon vor ein paar Jahren die Bürger beteiligt waren.

Dabei machten die Einwohner des Aachener Ostens tolle Vorschläge. So sollte beispielsweise der nun runderneuerte Vorplatz durch Gastronomie und kleine Läden belebt werden. Das allerdings scheiterte an der Deutschen Bahn AG, der das Gebäude zwar gehört, die aber sich vornehm zurückhält, wenn es darum geht, es in einen ansehnlichen Zustand zu versetzen. Trotzdem will sie stets mitreden, obwohl die Stadt bezahlt.

Die Politiker des Planungsausschusses einigten sich schließlich darauf, die Fassadenerneuerungspläne in den Papierkorb zu werfen und den Architektenbeirat damit zu beauftragten, neue Vorschläge zu unterbreiten. Gleichzeitig sollen diese Fachleute sich mit der Bahn ins Benehmen setzen, damit die kein Veto einlegt.
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