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Bahn ist guter Hoffnung: Der ICE wird pünktlicher

Von: gei
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Aachen. Die Pendler, die seit der Fahrplanumstellung im Dezember von massiven Verspätungen des ICE von Aachen nach Köln betroffen waren, haben Aussichten auf eine Entschädigung. Dies erklärte Bahnsprecher Udo Kampschulte. Grundsätzlich gesteht die Bahn zu, dass „die Betriebsqualität” des neuen ICE zwischen Brüssel und Frankfurt bislang „äußerst schlecht” war.

Im Rahmen der geltenden Fahrgastrechte hätten Pendler jedoch gute Chancen auf eine Fahrpreiserstattung. Die Bahn geht davon aus, dass die Pünktlichkeit des ICE ab sofort generell verbessert werden kann. Am Mittwoch früh sei dies bereits gelungen, so Kampschulte.

Das dürfte dann all jene Pendler überrascht haben, die den neuen Zug bereits als „unzuverlässigste Bahnverbindung Deutschlands” bezeichnet haben. Denn seit seiner Einführung soll er bis dato noch nicht ein einziges Mal zur angekündigten Zeit um 7.39 Uhr im Aachener Hauptbahnhof eingefahren sein. Bei einer durchschnittlichen täglichen Verspätungen von rund einer halben Stunde raten erfahrene Pendler schon davon ab, den ICE zu nutzen, wenn man pünktlich in Köln sein will.

Mehrere Gründe

Die Unzuverlässigkeit habe diverse Gründe gehabt, sagt Kampschulte. Einer davon: das harte Winterwetter. Teils seien morgens die Oberleitungen armdick vereist gewesen, wodurch die ICE-Stromabnehmer die Kontakte verloren. Ein anderer: der „relative Fahrzeugengpass” wegen der deutlich verkürzten Wartungsintervalle. So gebe es noch zu wenige ICEs, die auf grenzüberschreitende Fahrten ausgelegt seien. Wenn ihnen das entsprechende Kontrollsystem für die belgische Hochgeschwindigkeitstrasse fehlt, müssten sie über die Nebenstrecke bummeln.

Die Bahn setzt nun auf milde Witterung und neue sogenannte Mehrsystemzüge, um die Verspätungen in den Griff zu kriegen. Zugleich aber rät Kampschulte den Betroffenen, sich an das Servicecenter Fahrgastrechte zu wenden und eine Fahrpreisrückerstattung einzufordern. Informationen dazu unter 01805/202178 oder im Internet, Stichwort Kundendialog bzw. Fahrgastrechte. Die Regeln sehen vor, dass Fahrgäste bei einstündiger Verspätung 25 Prozent und bei zweistündiger Verspätung 50 Prozent des Fahrpreises erstattet bekommen. Inhaber von Zeitkarten erhalten Pauschalbeträge.
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