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Bahn-Befürworter eröffnen Infopoint

Von: Tobias Dammers
Letzte Aktualisierung:
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Broschüren und Flyer zur Campusbahn: Die Befürworter des Jahrhundertprojekts haben gestern einen Infopoint am Bushof eröffnet. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Probleme gab es nur an der Schiebetür. Normalerweise gleiten die Glastüren elegant vor den Passanten auseinander – in Gebäuden wie in Straßenbahnen. Nur die Eingangstür des neuen Infopoints zur Campusbahn sträubte sich kurz gegen die wartenden Besucher.

Ob Aachener Passanten überhaupt jemals vor Schiebetüren einer Straßenbahn warten können, steht noch in den Sternen. Mit der Eröffnung des Infopoints am Bushof hat das Aktionsbündnis Pro Campusbahn die heiße Phase des Stimmenfangs vor der Urabstimmung am 10. März eingeläutet. Im alten Aseag-Kundencenter, Peterstraße 17, stehen ab sofort Ehrenamtliche und Ratsmitglieder Aachener Bürgern und ihren Fragen bezüglich der Campusbahn zur Verfügung.

„Mit dem Infopoint am Hauptumsteigeplatz sind wir nah am Bürger, dies ist eine gute Stelle, ein Glücksgriff“, meint CDU-Fraktionsgeschäftsführerin Caroline Herff. Das Ladenlokal steht dem Aktionsbündnis bis zur Abstimmung kostenlos zur Verfügung – eine Aachener Immobiliengesellschaft hat den Campusbahn-Unterstüzern das Eckhaus am Bushof mietfrei überlassen.

Ziel sei es, eine „Abstimmung auf Basis von Informationen und nicht von Vorurteilen zu gewährleisten“, sagt Roland Jahn (Grüne), Vorsitzender des Aachener Mobilitätsausschusses.

Von Montag bis Samstag, jeweils von 10 bis 18 Uhr, wird der Info­point mit mindestens ein bis zwei „Pro-Campusbahnern“ besetzt sein. Auch die Fraktionsgeschäftsführer von CDU, SPD, Linken und Grünen planen, im Informationszentrum möglichst oft das direkte Gespräch mit den Bürgern zu suchen und sie für das Projekt zu begeistern. Für besonders eilige Aachener liegen bunte Broschüren, Flyer und sogar Campusbahn-Bastelbögen bereit. Damit dürfte das Informationsangebot zwar kompetent, allerdings – naturgemäß – auch einseitig vermittelt werden. Gegner des Projekts, wie die Initiative „Campusbahn = Größenwahn“, haben in dem Infopoint keine Möglichkeit, ihre Sichtweise darzustellen.

Persönlicher Kontakt gesucht

„In persönlichen Einzelgesprächen möchten wir auf die konkreten Bedürfnisse und Anliegen der Leute eingehen“, sagt Helmut Ludwig, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen. „Wer gut informiert ist, wird auch für das Projekt sein“, ist er überzeugt.

Informationsbedarf zur Campusbahn gibt es unter den Abstimmungsberechtigten sicher noch genug. Wenn dann auch noch alle Türen aufgehen, kann dieser zumindest im neuen Infopoint etwas gedeckt werden.

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