Vaals/Aachen - Bagger im Einsatz: Fast 20 Gebäude in Vaals müssen weg

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Bagger im Einsatz: Fast 20 Gebäude in Vaals müssen weg

Von: Heiner Hautermans
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Zwischen dem historischen Gemeindehaus und dem Veranstaltungszentrum De Obelisk in Vaals rollen die Bagger. Fast 20 Häuser werden abgerissen. Foto: Henrik Hautermans

Vaals/Aachen. Eine Großbaustelle reicht den Verantwortlichen im Grenzort Vaals nicht. Noch ist die Erneuerung der Hauptverkehrsader Maastrichterlaan, die seit Frühjahr letzten Jahres im Gange ist mit großen Schritten voranschreitet, nicht abgeschlossen, da wird gleich nebenan eine neue Baustelle aufgemacht.

Der Abriss der ersten Häuser auf dem Julianaplein hat begonnen, fast 20 Gebäude zwischen dem historischen Gemeindehaus und dem Veranstaltungszentrum De Obelisk werden niedergelegt, um attraktiveren Gebäuden Platz zu machen.

Die Häuser, aus denen alle brauchbaren Materialien entfernt wurden, stammen aus den 1960er Jahren und wurden vorübergehend von Aachener Studenten bewohnt. Das Mauerwerk wird an Ort und Stelle zermahlen und aufbereitet, um bei den Fundamenten für die Neubauten wiederverwendet zu werden.

Ihr Abbruch dauert bis Ende Juni. Bis dahin wird es zu Straßensperrungen und Umleitungen kommen, die die ohnehin durch den Ausbau der Maastrichterlaan gebeutelten Anwohner so mancher Straße im Ortskern an die Grenze der Belastung führen wird.

Dann gibt es eine Pause für die beiden Großereignisse in Vaals, die Kirmes und den Üllemarkt Anfang Juli. Auch der Wochenmarkt bleibt an Ort und Stelle und soll möglichst wenig beeinträchtigt werden. Nach den Sommerferien beginnt dann der Bau der neuen Gebäude, die von vier Architekten entworfen werden. So will man architektonische Vielfalt schaffen.

Die Häuser werden bis Mitte 2016 um den dann viereckigen Platz gruppiert, damit das historische Gemeindehaus aus dem 18. Jahrhundert besser zur Geltung kommt. Im Erdgeschoss werden 1800 Quadratmeter Gewerbeflächen eingeplant, dort sollen Geschäfte, Cafés, Restaurants und Boutiquen eingerichtet werden, alle in kleineren Einheiten und möglichst mit Terrassen, um den einladenden Charakter des neuen, bisher als Parkplatz genutzten Julianapleins zu verstärken.

60 neue Wohnungen

Auch die Blickbeziehung zwischen Hauptverkehrsader Maastrichterlaan und historischem Rathaus aus dem Jahre 1761 soll verbreitert und verbessert werden. Es war durch den aus Aachen ausgewanderten Textilfabrikanten Johann Arnold von Clermont errichtet worden, der dem Grenzort zu einem großen Aufschwung verhalf.

Die vier Architekten haben deshalb historische Elemente einfließen lassen und sich bei ihren Entwürfen auch von Aachener Mehrfamilienhäusern vom Anfang des 20. Jahrhunderts inspirieren lassen. Rund 60 neue, hochwertige Wohnungen sollen entstehen. Autos allerdings haben auf dem neu entstehenden Platz, auf dem viel Grün angepflanzt werden soll, nach der Umgestaltung nichts mehr zu suchen.

Verkehr wird neu geregelt

Auch der Verkehr wird in diesem Zuge neu geregelt. So wird die Tyrellsestraat, an der das alte Feuerwehrgebäude, das ebenfalls abgerissen wird, steht, zur Einbahnstraße, die von dort abgehende Paulusstraat führt künftig in die Tiefgarage unter den Neubaukomplexen. Ein Stück weiter, auf der Kerkstraat, vor dem dortigen Einkaufszentrum, wird dagegen Zwei-Richtungs-Verkehr eingeführt, künftig kann man dann von der Lindenstraat auch nach links Richtung Maastrichterlaan/Aachen abbiegen.

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