Aachen - Ausstellung „Männer.Leben.Vielfalt“: Machos, Softies und Performer

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Ausstellung „Männer.Leben.Vielfalt“: Machos, Softies und Performer

Von: Lee Beck
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Wollen endlich mal die Männer in den Mittelpunkt rücken: (v.l.) Roswitha Damen, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Susanne Schwier, Kulturdezernentin, Conrad Siegers vom Bistum Aachen und Stefanie Müller, ebenfalls vom städtischen Gleichstellungsbüro. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Als Conrad Siegers zum ersten Mal den Begriff „Gleichstellungsbüro“ hörte, hat er sich gefragt, was das eigentlich mit Männern zu tun hat. „Das ist doch etwas für Frauen“, dachte Siegers, verantwortlich für Männer- und Familienarbeit beim Bistum Aachen.

Doch das stimmt so nicht, denn das Gleichstellungsbüro der Stadt Aachen ist für beide Geschlechter da. Und damit die Männer nicht zu kurz kommen, hat es in Kooperation mit dem städtischen Kulturdezernat und dem Bistum Aachen die Ausstellung „Männer. Leben. Vielfalt.“ in die Stadt geholt.

Am kommenden Dienstag, 26. August, wird Kulturdezernentin Susanne Schwier zusammen mit der Aachener Gleichstellungsbeauftragten, Renate Damen, die Ausstellung im Verwaltungsgebäude Mozartstraße eröffnen. Markus Ditscher, Projektleiter der Ausstellung, Coach und psychologischer Berater wird dann einen Vortrag halten. „Männer. Leben. Vielfalt.“ dreht sich um die Lebenswirklichkeiten von Jungen, Männern, Vätern und Großvätern im Wandel der Zeit. Mit dabei Machos, Softies und Performer. „Wir haben bewusst noch einen Mann eingeladen, die Ausstellung zu eröffnen “, sagt Damen und lacht.

An elf Stationen werden 28 Interviews mit Jungen und Männern zwischen 9 und 81 Jahren gezeigt. Die Befragten äußern sich zu Männerrollen, Zukunft und Werten. „Es sind spannende, subjektive Aussagen, die zeigen, wie sich das Männerbild in unserer Gesellschaft wandelt“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte. Die Ausstellung wurde von der katholischen Erwachsenenbildung Rheinland Pfalz und dem Heinrich-Pesch-Haus der katholischen Akademie Rhein-Neckar konzipiert.

So sagt etwa der 51-jährige Gerhard „Mannsein lebe ich in zwei Rollen. Klassisch männlich bin ich im Fußball (Kraft, Energie, Einsatz). In der Familie bin ich Softy, Frauenversteher und schmuse mit den Kindern.“ Und der 81 Jahre alte Wilhelm erzählt aus seinem Leben: „Großvater war der Herr im Haus. Vater etwas weniger und bei mir hat es sich ausgeglichen. Mein Sohn führt ein Leben, wo Männer- und Frauenrolle in Beruf und Familie auf einer Ebene sind.“

Susanne Schwier ist von der Ausstellung begeistert, sie findet sie sehr pfiffig und gelungen. Die Aussagen der Männer sind auch ein Beleg dafür, dass es viele Lebensentwürfe gibt, in denen Gleichberechtigung eine große Rolle spielt.

Im Internet hatte Roswitha Damen die Ausstellung zusammen mit Stefanie Müller, ebenfalls vom Gleichstellungsbüro, gefunden. Der Plan war, endlich auch mal etwas zu Vätern machen. Das Bistum Aachen hat sich das Gleichstellungsbüro für ein breitgefächertes Rahmenprogramm an die Seite geholt. Denn laut Siegers sollte es auch Angebote ausschließlich für Männer geben. „Für Frauen gibt es ständig Programme“, sagt er.

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