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Ausstellung: „Jede Medaille hat zwei Seiten”

Von: smf
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Aachen. Eine Jeans zum Schnäppchenpreis, billige Bananen aus dem Supermarkt und günstige Puppen aus dem Spielwarengeschäft erfreuen den Kunden und schonen das Portemonnaie.

Aber die Kehrseite so manchen Schnäppchens sind die Bedingungen, unter denen diese Waren produziert werden.

Um auf diese Kehrseite aufmerksam zu machen, hat das Aachener Bündnis FAIRhandel(n) eine besondere Wanderausstellung konzipiert. „Jede Medaille hat zwei Seiten” heißt die Ausstellung, die bis zum 17. Mai in der Öffentlichen Bibliothek, Couvenstraße, zu sehen ist.

An großen Stellwänden hängen acht bewegliche Medaillen. Auf der einen Seite springen dem Betrachter unter anderem fruchtige Orangen, modische Jeans und ein großer Fußball ins Auge. Doch dreht man die Medaille um, erfährt man mehr über die Bedingungen, unter denen Orangen gepflückt, Hosen genäht und Fußbälle produziert werden.

Dort wird erklärt, dass eine brasilianische Familie kaum vom Orangenpflücken leben kann und dass pakistanische Kinder, die die Fußbälle nähen, keine Zeit für eine Schulausbildung haben.

„Die Geiz ist geil´-Mentalität ist ein großes Problem”, weiß Dr. Jan Salzmann von terres des hommes. Die Produkte können nur so günstig angeboten werden, weil die Arbeitsbedingungen schlecht sind und Kinder in den Fabriken häufig ausgebeutet werden.

Die Ausstellung setzt mit den gewählten Beispielen direkt am Konsumalltag der Bevölkerung an. „Wir wollen niemandem ein schlechtes Gewissen machen”, betont Dr. Mona Pursey vom Eine- Welt-Forum. Mit der Aktion will das Bündnis aufmerksam machen und Alternativen aufzeigen. „Wir können die Situation nicht von heute auf morgen ändern”, weiß Pursey. In der Ausstellung werden aber Ideen dazu vorgestellt, was jeder einzelne tun kann, um den fairen Handel voranzutreiben.

„Zum Beispiel gibt es für viele Produkte Gütesiegel nach denen Kunden die Händler fragen können”, erklärt Pursey. Ein Hindernis wird aber bleiben, dass die fair gehandelten und menschenwürdig produzierten Produkte immer etwas teurer sein werden als die Ware aus den Supermärkten.

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