Ausstellung im Kukuk: Künstlerische Sternstunde der Lebenshilfe

Von: Ingrid Peinhardt-Franke
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Lebenshilfe-Werkstätten-Geschäftsführer Norbert Zimmermann (l.) freut sich mit seinem Kunstteam über die gelungene Ausstellung im Kukuk an der Eupener Straße. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Kaiser Karl, Fabelwesen, Porträts, Kalligrafien – weit und spannend ist das Feld der Motive und Techniken der Künstler der Kunstwerkstatt „Willsosein“ der Lebenshilfe Aachen. Sie stellt nun zum zweiten Mal in den Räumen des Kukuk (Kunst und Kultur im Köpfchen) unter dem Titel „Sternstunde“ aus.

Auf vier Künstlern liegt der Schwerpunkt der Präsentation, Arbeiten der anderen Werkstattmitglieder sind in kleinerem Rahmen zu sehen. Passend zum noch laufenden Karlsjahr in Aachen zeigt Thomas Hieber ein großes, kompositions- und farbstarkes Gemälde zu Kaiser Karl, das dessen außergewöhnliche Präsenz und Aktivität abstrahlt.

Sehr fein gezeichnet mit Bleistift und Tusche sind die zarten Fabelwesen von Annika Sachtleben, die mit geheimnisvollen Augen aus ihrem Feenkosmos in die Welt der Menschen blicken. Zum filigranen Schwarz-Weiß kommt nur ein Hauch von Farbe, die die Magie der Anderswelt noch größer macht.

Eine ganz eigene Handschrift von hohem Wiedererkennungswert zeigen auch die Arbeiten von Lars Otten. Feine spiralige Linien, vielleicht auch Leitern oder Gewebe, durchziehen seine Zeichnungen und Gemälde und bilden wesentliche Elemente seiner Figuren, Häuser oder Maschinen.

Von ihm stammt auch die überragend heitere Zeichnung „Gruppenbild mit Einkaufstüte“, die in Schwarz-Weiß mehrere Menschen mit einer gelben Tüte zeigt. Heiter und unbeschwert geben sich auch die Arbeiten von Sürejja Durovska. Sie schafft großformatige bunte Bilder mit fröhlichen Menschen, die schöne Geschichten von Gemeinschaft, Freundschaft und Festen erzählen.

Die kokonartigen Drahtobjekte, geformt von Gertrud Grotenklas und die Kalligrafien von Tosh Maurer, sind gemeinsam mit den anderen Künstlern der Werkstattgruppe in der großen Vitrine ausgestellt. Neu in der Gruppe ist Daniel Abrahamjan, der sich als starker Porträtmaler beweist. Er spielt zudem Klavier und bereicherte die Vernissage mit drei kleinen Darbietungen.

Eröffnet wurde die Vernissage von Angelika Ludwig vom Kukuk, einführende Worte in die Ausstellung kamen von Lebenshilfe-Geschäftsführer Norbert Zimmermann und Personalleiterin Mariele Storms.

Sie verwiesen auf das bereits fünfjährige Bestehen der Werkstatt Willsosein als Arbeitsplatz für Künstler mit Handicap, die zahlreichen bereits absolvierten Ausstellungen und dankten auch den Betreuern Barbara Geier und Tobias Lennartz.

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