Aachen - Ausstellung: Eine begehbare Außenskulptur

Ausstellung: Eine begehbare Außenskulptur

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Ausstellung im Atelierhaus Aachen: Barbara Brouwers zeigt die Konzeptentwicklung für einen Pavillon aus Weidenruten in Kombination mit flexiblen Materialien wie Fahrradschläuchen, Netzen und Schnüren. Foto: Krömer

Aachen. Der Bau einer begehbaren Außenskulptur im Norden Aachens ist die Vision, die hinter der Schau im Atelierhaus Aachen steht. Projektleiterin Barbara Brouwers zeigt mit ihren Assistenten Alexander Snejkovski und Anna Bunde die Konzeptentwicklung für einen Pavillon aus Weidenruten in Kombination mit flexiblen Materialien wie Fahrradschläuchen, Netzen und Schnüren.

Entstanden sind „Urbane Verflechtungen – Interventionen mit flexiblen Materialien“. Die Ausstellung zeigt eine Sammlung von Objekten, Modellen und experimentellen Form- und Materialstudien.

„Das Projekt ist eine experimentelle und innovative Studie zu Material und Form. Die Ergebnisse möchten wir nun mit der Ausstellung öffentlich machen“, sagt Brouwers. Die Diplom-Objektdesigerin bietet seit 2006 experimentelle Keramik-Workshops im Ludwig Forum an, hat schon an vielen sozialen Kunstprojekten mitgewirkt. Seit 2007 hat sie einen Lehrauftrag für Formgestaltung und Plastisches Gestalten im Bereich Design an der Fachhochschule Aachen.

„Vor vier Jahren entstand die Idee zu dieser Ausstellung. Die Weide als natürliches, hochwertiges und flexibles Baumaterial wird wenig benutzt, ist aber in großen Mengen verfügbar – zum Beispiel in der Aachener Soers“, sagt Brouwers. Seit acht Wochen hat sie sich mit ihren beiden Studenten an die Ideenfindung und Umsetzung begeben. „Es ging um zwei Aspekte: Konstruktion und Material“, erklärt die Projektleiterin. Studentin Bunde entwickelte ein Modell von Verflechtungen unter dem Motto „Bauen wie ein Vogel“. Entstanden ist ein Raum zum Wohlfühlen, mit einer Hängematte aus witterungsbeständigem Material.

Snejkovski hat sich einen „Architekturvirus“ ausgedacht, der sich vergrößert, Bauwerke produziert und das Ludwig Forum befällt. Die entstandenen skulpturalen Plastiken sind Modelle für Pavillons in Außenbereichen.

Die Vision der drei Kreativen ist klar: Im Zusammenwirken vieler Akteure, Hand in Hand, soll eine transparente, begehbare Außenskulptur im Norden Aachens entstehen, die durch Verflechtung von Weidenruten, Fahrradschläuchen, Ballenschnüren, Kabelbindern und Plastiktüten die Grenze zwischen natürlichen und künstlichen Materialien verschwinden lässt. „Es geht um die Entstehung einer gewachsenen Struktur im öffentlichen Raum. Spannend ist der Kontrast zwischen dem lebendigen Material und dem urbanen Raum“, sagt Brouwers.

Die Eröffnung der Ausstellung „Urbane Verflechtungen“ findet am Samstag, 4. Mai, um 16 Uhr statt und wird begleitet von einer Präsentation mit Projektgespräch moderiert von Dr. Dirk Tölke. Danach sind die Projektideen bis 2. Juni zu sehen.

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