Außenseiter Haaren dominiert das Turnier

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
Souverän durchmarschiert: Bez
Souverän durchmarschiert: Bezirksligist DJK FV Haaren sichert sich den Titel des Hallenstadtmeisters 2012 ohne Niederlage. Fotos (3): Andreas Steindl Foto: Andreas Steindl

Aachen. So freut sich ein Kleiner, wenn er einen Großen zu Fall gebracht hat: Erwachsene Männer springen wild durch die Gegend, rempeln sich im Sprung an und jubeln dabei lauthals. Die DJK FV Haaren ist der neue Fußball-Hallenstadtmeister. Im Finale um den Sparkassen-Cup 2012, der von den „Nachrichten” präsentiert wurde, bezwang der Außenseiter den großen Favoriten Hertha Walheim verdient mit 2:0.

Und das völlig verdient. Damit ging das Feier-Wochenende der Schwarz-Gelben munter weiter. „Am Samstag haben wird ordentlich Karneval gefeiert. Jetzt machen wir weiter”, freute sich Kapitän Marcus Hanzen über den Stadtmeistertitel. „Für uns ist das ein Riesending”, erklärte Hanzen den euphorischen Jubel seiner Mannschaft.

Im Vorfeld der Hallenmeisterschaft in der Sporthalle Nord an der Neuköllner Straße hatte der Bezirksligist nicht zum engen Kreis der Titelanwärter gehört. Das änderte sich am Sonntag aber schon in der Gruppenphase. Drei Siege und 15:3 Tore sprechen eine deutliche Sprache.

Die DJK hatte den besten Torjäger des Turniers in seinen Reihen. Deni Mirnic traf fünf Mal. Und er erzielte seine Tore genau dann, wenn es wichtig war. Beispielsweise im Finale, als er einen Konter mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung abschloss und so den 2:0-Endstand besorgte.

„Dass ich gegen meine ehemalige Mannschaft einen so wichtigen Treffer erzielte - das ist schon etwas besonderes”, freute sich Mirnic. Oder im Halbfinale, als Mirnic den 2:2-Ausgleich gegen Titelverteidiger Westwacht Aachen erzielte. Routinier Christian Beckmann hatte ihm den Ball sehenswert per Hacke aufgelegt.

Aber auch der beste Torjäger des gestrigen Tages ist nicht perfekt. Als es gegen Westwacht im Neunmeterschießen um das Finale ging, scheiterte Mirnic knapp. Das denkwürdige Entscheidungsschießen perfekt machte Smith Ametowu von Westwacht. Der Stürmer wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. Im Neunmeterschießen nach dem Halbfinale gegen Haaren traf er genau so wenig wie Mirnic.

Das lag in beiden Fällen an den starken Torhütern. Patrick Diehl von Westwacht parierte gegen Mirnic, Haarens Jörg Sevenich wehrte gleich zwei Mal ab und hielt damit die Endspielteilnahme fest. Auch im Finale gegen den Favoriten Walheim war Sevenich sicher. „Das müssen wir ganz klar anerkennen. Haaren hat den Turniersieg verdient”, sagte Walheims Co-Trainer Niklas Thelen. „Sie waren in den Gruppenspielen stark und im Finale die bessere Mannschaft.”

Kevin Klasen hatte die Haarener im Finale in Führung gebracht, Mirnic sorgte schließlich für die Entscheidung. Die favorisierte Hertha lief im Finale 15 Minuten lang vergeblich gegen die kompakt spielenden DJK-Kicker an. „Trotzdem sind wir nicht unzufrieden”, zog Thelen ein Fazit aus Walheimer Sicht. „Wir haben uns hier gut präsentiert. Bis zum Endspiel haben wir nur einen Treffer aus dem Spiel heraus kassiert.”

Duell der Torhüter

Dieser eine Treffer war allerdings sehenswert. Er fiel im Halbfinale gegen Arminia Eilendorf. Tim Waden nahm einen Eckstoß volley und versenkte ihn in den Walheimer Maschen. Zuvor hatte Hertha-Defensiv-Experte David Föhles den Favoriten mit 1:0 in Führung gebracht. Das 1:1 hatte bis zum Ende Bestand, das Neunmeterschießen musste auch hier entscheiden.

Auch hier entschied das Duell der Torhüter über den Finaleinzug. Oliver Schmitz, Ex-Walheimer im Tor der Arminia, hielt ein Mal. Der Routinier wurde am Ende zum besten Keeper gewählt. Walheims Schlussmann Thomas Schott parierte ein Mal mehr und sicherte seiner Mannschaft so das Ticket für das Endspiel.

Ein positives Fazit zogen die beiden Ausrichter-Vereine Rhenania Richterich und SV Horbach. „Der Zuschauerzuspruch war wirklich gut. Die Halle war zwischenzeitlich voll besetzt”, sagte Richterichs Vorsitzender René Schroeder.

Sportlich war die Rhenania weniger erfolgreich. Die Mannschaft hatte noch einen großen Pokalkampf vom Vortag über 120 Minuten in den Knochen stecken und war entsprechend müde. „Trotzdem haben die Zuschauer schönen Fußball gesehen”, so Schroeder. Das Team Richterich-Horbach hat gut funktioniert. „Der Rückhalt für das Turnier war in beiden Vereinen groß”, sagte Wolfgang Spiertz vom SV Horbach.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert