Aachen - Ausgabensperre bei der VHS

Ausgabensperre bei der VHS

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Zum ersten Mal seit über 30 Jahren hat Werner Niepenberg, Leiter der Volkshochschule, eine Ausgabensperre verhängen müssen.

Das teilte er jetzt dem Betriebsausschuss für das Theater und die VHS mit. Die Situation sei zwar nicht dramatisch, aber die VHS müsse sich bemühen, neue Teilnehmergruppen und neue Geldquellen zu erschließen.

Die VHS verzeichnet laut Niepenberg im zweiten Semester einen deutlichen Entgeltrückgang. Der erklärt sich durch rückläufige Teilnehmerzahlen, aber auch durch eine erhöhte Inanspruchnahme von Ermäßigungen. Demnach bleibt auch die VHS von der Wirtschaftskrise nicht verschont. „In der Krise sparen die Leute zuerst an der Bildung”, meint Annemarie Henrichs, stellvertretende VHS-Leiterin. Immer mehr Menschen machen zudem von den ermäßigten Tarifen Gebrauch.

Die VHS hat gleich eine ganze Reihe von Ideen, um das Geschäft neu zu beleben: Werbung für den Bildungsscheck steht dabei mit an erster Stelle. Denn wer sich weiterbilden will, kann finanzielle Unterstützung beantragen. Außerdem ermöglicht die VHS nun auch Ratenzahlungen: Die Kursgebühr muss also nicht mehr unbedingt vor Kursbeginn auf einen Schlag bezahlt werden. Auch das ist laut Henrichs eine wirksame Methode, neue Teilnehmer zu gewinnen.

„Wir sind immer auf der Suche nach Nischen”, sagt Annemarie Henrichs mit Blick auf das Angebot. Workshops hätten sich in der Vergangenheit als attraktives Angebot erwiesen. „Die Leute wollen sich nicht mehr unbedingt auf längere Zeit an einen wöchentlichen Kurs binden”, so Henrichs. Kompakte Einheiten erfreuten sich wachsender Beliebtheit. Gerade im Bereich Tanz können so laut Henrichs auch jüngere Teilnehmer angesprochen werden.

Außerdem verspricht sich die VHS eine ganz neue Teilnehmergruppe durch das „studium generale”. Hier werden Studienwillige angesprochen, die viel Zeit mitbringen. Sie beschäftigen sich ein Semester lang mit einem Thema und beleuchten es auch interdisziplinär. Zusätzlich besuchen sie Ausstellungen und Veranstaltungen dazu. Im März 2010 geht es los. Erstes Thema wird das alte Ägypten sein.

Programm für 2010

Die VHS hat dem Betriebsausschuss gleich ein ganzes Programm vorgestellt, um neue Teilnehmer und neue Einnahmequellen zu finden. „Sollte alles klappen wie geplant, haben wir unsere Probleme gelöst”, sagt Annemarie Henrichs. Inwieweit das aber der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.

Das neue Programm der VHS kommt am 7. Januar heraus, im Internet ist es bereits ab 20. Dezember einzusehen. Außerdem sind ein Flyer und Extrainfos zum „studium generale” in Arbeit. Ab dem 25. November gibt es im Sekretariat der VHS, Peterstraße 21, und in verschiedenen Buchhandlungen einen kleinen Postkartenkalender zum „studium generale”.
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