FuPa Freisteller Logo

Ausflugslokal blickt neuen Zeiten entgegen

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
drimborn_bu
Das seit gut vier Jahren leerstehende Traditionslokal „Drimborner Wäldchen” soll schon in wenigen Monaten wiedereröffnet werden. Die letzten Hürden für den Verkauf der denkmalgeschützten Immobilie an die neuen Betreiber sollen heute im Liegenschaftsausschuss genommen werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Bereits im Frühsommer soll neues Leben in das seit Jahren leerstehende Ausflugslokal „Drimborner Wäldchen” einkehren. Die letzten Hürden sollen am Dienstag im Liegenschaftsausschuss genommen werden, wo es unter anderem um das künftige gastronomische Konzept geht, das mit den Interessen der Anwohner in Einklang gebracht werden muss.

Außerdem muss die Frage behandelt werden, ob die Stadt weiterhin Zugriff auf das unmittelbar an den Tierpark angrenzende Grundstück haben wird.

Besorgte Anwohner

Umstritten ist beides: So fürchten Anwohner, dass es künftig insbesondere wegen Abendveranstaltungen oder größeren Familienfesten zu Lärmbelästigungen kommen könnte. Auch ist die Sorge groß, dass die Parkplatznot im Viertel größer werden könnte.

Sorge bereitete aber auch der Gedanke, dass das baumbestandene und parkähnliche, knapp 2000 Quadratmeter große Grundstück privatisiert werden könnte. Nun strebt die Stadt jedoch eine Erbpachtregelung an, um Eigentümerin des Grundstücks zu bleiben. Anwohner und anderen Aachener fürchten dennoch weiterhin, dass die Grünfläche eines Tages der Öffentlichkeit entzogen werden könnte. Nicht zuletzt deswegen hat die Immobilienmaklerin Caroline Reinartz eine Bürgerstiftung ins Gespräch gebracht.

Diese Stiftung, so die Idee, sollte das „Drimborner Wäldchen” dem Tierpark zuführen, dessen Direktor sich an dieser Stelle eine Erweiterung gut vorstellen kann. Ernsthaft scheint den Vorschlag bei der Stadt allerdings niemand geprüft zu haben - nicht zuletzt deshalb, weil er erst einging, als die jüngsten Verkaufsverhandlungen schon kurz vor dem Abschluss standen. „Ich habe nie eine Antwort erhalten”, schimpft Reinartz. Ihr Angebot aber halte sie aufrecht.

Derweil will man städtischerseits den Immobilienverkauf nun zügig über die Bühne bringen. Die Betreiber planen eine höherwertige gutbürgerliche Küche „mit schwäbischer Komponente”, wie Mustafa Gündüz, einer der Käufer, bestätigt. Auch an einen Gartenausschank ist gedacht, wobei ebenfalls auf die Belange der Nachbarn Rücksicht genommen werden soll. „Es wird keinen Rummel geben”, versicherte Edmund Feiter, Leiter des städtischen Immobilienmanagements, bereits vor Monaten gegenüber den „Nachrichten”.

Hohe Sanierungskosten

Klar ist, dass die neuen Betreiber nicht nur eine sechsstellige Summe für das denkmalgeschützte Gebäude hinlegen müssen, sondern zudem viel Geld für die Sanierung der Räumlichkeiten aufbringen müssen. Das Traditionsrestaurant steht inzwischen seit knapp vier Jahren leer. Aus Sicht der Käufer ist nun alles soweit in trockenen Tüchern, dass der Umbau bald beginnen kann. Wenn alles glatt geht, könne man schon im Mai eröffnen, hofft Gündüz.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert