Aachen - Aula Carolina: Karl in Kunst, Videos und Cartoons

Aula Carolina: Karl in Kunst, Videos und Cartoons

Von: Ingrid Peinhardt-Franke
Letzte Aktualisierung:
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Haben sich künstlerisch mit Karl dem Großen auseinandergesetzt: Alexandra Bohlmann, Klaus Hauschopp, Hella Frowein-Hagenah, Andrea Zang, Gisela Mann und Andrea Radermacher sowie weitere Künstler der Gruppe „Atelier Kunstdialog“.

Aachen. Nicht den roten Teppich rollen die 15 Künstler der Gruppe „Atelier Kunstdialog“ Kaiser Karl zu seinem Jubiläumsjahr in der Aula Carolina aus, sondern einen weißen. Lang und schmal zieht sich die weiße Papierbahn über den Boden, bestückt mit 35 Zinkeimern, die an die Bedeutung der Aachener Wasser und der Badekultur erinnern, beides brachte auch Karl nach Aachen.

1200 Jahre nach seinem Tod nehmen die Künstler sowohl die besondere Zahl als auch die Figur Karls des Großen selbst zum Anlass, sich individuell künstlerisch zu äußern – quer durch die Sparten von Objekt- und Videokunst über Malerei und Wort bis hin zu Fotografie.

Dem Mythos Karl widmet sich Juliana Heidenreich mit einem Gemälde voller Überlagerungen, das sich seinen Lebensphasen und den Facetten seiner Persönlichkeit widmet. „Karlsnah“ nennt sie das dazugehörige Video. Gemacht wurde es von Hella Frowein-Hagenah, die als eigenen künstlerischen Beitrag zur Ausstellung eine große Installation zeigt.

„Der Himmel über Karl“ hängt voller Wolken, während Karls Wetter bei René Bremen eher sonnig ist. Er zeigt mit cartoonartigen Bildern des großen Herrschers nicht nur Kaiserwetter, sondern auch ein heiteres Gemüt. Karl plantscht in seinem Brunnen auf dem Markt und schrubbt sich grinsend den Rücken.

Gleich mit drei Jahrtausenden Aachen beschäftigt sich der Fotograf J. Konrad Mellies. Der Dom wirkt wie ein Ruhepol aus dem ersten Zeitdrittel, Salsa-Tänzer am Elisenbrunnen stehen für das zweite, und hektische Bewegung am SuperC kennzeichnen das aktuelle dritte Jahrtausend. Neben den bildenden Künstlern gibt es auch zwei Wortkünstler – Harald Kappel mit einem Klangobjekt und den Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke, der 1200 Worte zur Einführung in die Ausstellung spricht.

Als Gemeinschaftswerk der 15 Gruppenmitglieder präsentieren sich die 35 Zinkeimer auf dem Papierteppich. Jeder Eimer birgt ein Kunstwerk – ein royales Minitheater gibt es ebenso wie ein blutiges Spektakel aus Karls Schlachten. Vielseitig und bisweilen überraschend neu und anders beschäftigt sich die Ausstellung „Zwölfhundert“ mit dem „heiligen Barbaren“ Karl und seinem Umfeld, ohne ihn zu verherrlichen oder hyperintellektuell auf ihn und seine Nachwehen zu reagieren.

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