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Aufregend wie ein Kurzurlaub

Von: Nina Krüsmann
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Basteln und mehr: Den jungen Ladies wurde ein buntes Programm geboten. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Mit Koffern, Schlafsäcken, Decken, Kopfkissen und Isomatten bepackt, rückten rund 50 Mädchen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren im Josefshaus am Kirberichshofer Weg an. Es geht zu wie im Taubenschlag, alles ist fest in Mädchenhand.

„Für die Mädels ist das Ladies Weekend mindestens so aufregend wie ein Kurzurlaub auf Mallorca”, strahlt Organisatorin Uschi Brammertz.

Zum vierten Mal stellte sie mit zwölf ehrenamtlichen Helfern der Caritas, der Volkshoschschule Aachen sowie verschiedener Tanz- und Sportvereine das kostenlose Mädchenwochenende auf die Beine. Papierschöpfen, Filzen, Nähen und Hip Hop gehören zu den bunt gemischten Angeboten.

„Ich bin zum ersten Mal dabei und habe zum ersten Mal das Filzen ausprobiert”, erzählt die neunjährige Valerie Wilden, die begeisterte einen bunten Armreifen hergestellt hat.

Mindestens ebenso groß ist die Freude bei den zahlreichen Mädchen, die sich mit Rastazöpfen, Schminke und Henna-Tattoos verschönern lassen. Christa Bausch näht währenddessen mit einigen Teilnehmerinnen eifrig kleine Zierkissen. Schritt für Schritt erklärt sie, wie es geht.

Mit und ohne Behinderung

„Es ist wie immer ein einziges fröhliches Gewusel, aber spätestens zum großen Pizza-Essen kommen alle zusammen”, lacht Brammertz. Dass die zweitägige Veranstaltung integrierenden Charakter hat, wird an zweierlei Aspekten klar: „Zum einen mischen sich hier die verschiedensten Nationalitäten, und wie im Vorjahr haben wir auch wieder Mädchen mit Behinderung eingeladen”, verdeutlicht Brammertz.

Das Schöne sei dabei, dass jedes Mädchen seine Stärken mitbringe und sich für seine Schwächen nicht schämen müsse. „Hier sind sie einfach unter sich.”

Auch der Hip- Hop-Workshop im Keller ist wieder einmal sehr beliebt. „Hier können die Mädchen nach Herzenslust tanzen und sich ausprobieren, ohne von den Jungs beobachtet zu werden”, sagt Brammertz.

Dass hier tatsächlich Integration stattfindet, sieht man auf den ersten Blick: „Toll, dass auch die Mädchen mit Behinderung ganz normal mitmachen, sie werden wie selbstverständlich aufgenommen”, freut sich die Organisatorin. „Alle können sich so geben, wie sie sind, man erkennt fast gar keinen Unterschied”, bestätigt Alice Teeuwen von der Caritas.

Höhepunkt, vor allem für die älteren Mädchen, ist die Disco am Abend. Im Keller wird getanzt, geredet und Kontakte geknüpft. Schnell entstehen neue Freundschaften. Obwohl die Mädels nach so viel spannender Betätigung erschöpft sein müssten, werden sie einfach nicht müde. Tags darauf wird lange geschlafen, „denn der Abend endet erfahrungsgemäß spät. Mit einem gemütlichen Frühstück klingt das spannende Wochenende dann aus”, erzählt Brammertz.

Für das fünfte Ladies Weekend hofft sie im nächsten Jahr auf eine noch größere Beteiligung, denn für das Ostviertel sei das Ganze eine wichtige Bereicherung.
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