Aachen - Aufgepasst: Fahrraddiebe vermehrt unterwegs

Aufgepasst: Fahrraddiebe vermehrt unterwegs

Von: Martina Feldhaus
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Nicht nur Michael Günter, Hausmeister im Verwaltungsgebäude am Marschiertor, findet wieder mehr geknackte Fahrradschlösser in den Grünanlagen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Es ist mehr als ärgerlich: Jetzt, im Sommer, hat man sein Fahrrad verkehrstauglich gemacht und radelt unverdrossen zum Einkaufen, zur Arbeit oder ins Freibad. Und dann, bei der Rückkehr zum vermeindlich gut gesicherten Drahtesel, ist das gute Stück weg – gestohlen. So ergeht es derzeit fast täglich gleich mehreren Öchern.

„Durch das warme Wetter hat die Zahl der Fahrraddiebstähle tatsächlich angezogen“, bestätigt Polizeisprecher Paul Kemen. Schließlich sind jetzt auch deutlich mehr Radfahrer unterwegs. Zeiten oder Wochentage, an denen besonders viel geklaut wird, kann Kemen aber nicht ausmachen. „Das passiert tagsüber und nachts, von montags bis sonntags.“

Es gibt aber Knotenpunkte, die bei den aufgegebenen Anzeigen herausstechen. Kemen: „Dazu gehören das Freibad. Aber auch der Hauptbahnhof, der Elisenbrunnen und andere große Haltestellen von Bus und Bahn. Da stehen sehr viele Räder, das nutzen die Diebe aus.“ Rund um die Gebäude der RWTH sei es allerdings weniger schlimm. „Die Räder der Studis sind meist schon älter und nicht so attraktiv.“

Vor allem Besitzer von neueren, hochwertigeren Rädern sollten also aufpassen – und diese vernünftig sichern. Dazu gehört etwa, nicht das leichtestes Schloss zu benutzen. „Außerdem sollte man das Rad am besten an einem festen Gegenstand anschließen“, rät Paul Kemen. Nicht selten werden Fahrräder auch aus Hauseingängen und Kellern geklaut. Da macht es so mancher Bewohner den Dieben leicht. Kemen: „Bei der Hitze lassen die Leute gerne mal die Haustür offen stehen, damit frische Luft in den Flur kommt. Ohne Aufsicht sollte man das aber nicht tun.“ Sein Rat: Besser mal zwischendurch kräftig stoßlüften.

Leider, erklärt Kemen, sei die Wiederbeschaffung oft schwierig, ist das Rad einmal weg. Auch, weil die wenigsten bei Anzeige ihre Rahmennummer parat haben. „Die sollte man sich gut notieren“, rät der Polizeisprecher. Immerhin versteigert die Polizei rund 230 sichergestellte Räder im Jahr, die nicht mehr an den rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden konnten. „Eine Anzeige aber lohnt sich immer“, meint Kemen. Mit etwas Glück wird der Dieb dann doch geschnappt.

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