Auf Katschhof startet der erste Bauabschnitt

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Aachen. Anfang der kommenden Woche, ab Montag, beginnt der erste Bauabschnitt der Freiraumgestaltung der ehemaligen Pfalzanlagen um Dom und Rathaus. Das teilte das Presseamt der Stadt am Donnerstag mit. Das Ziel: Der Pfalzbezirk mit seinen Bauten und Stadträumen soll sinnlich wahrnehmbar gemacht werden.

Außerdem sollen die wenig beachteten Gebäudeseiten von Dom und Rathaus aufgewertet werden. Bisher hatte die Stawag vor Ort Rohre und Leitungen verlegt. Jetzt geht es richtig los.

Am Dom wurde die Eibenhecke bereits entfernt. Nun wird die Zaunanlage saniert und eine neue, dauerhafte Rampe wird entstehen. Der karolingische Nordannexbau wird mit Lavabasaltplatten im Boden abgebildet. Am Münsterplatz ist bereits der Südannex zu sehen. Am Rathaus wird die neue Freitreppe gebaut, und zwar aus Blaustein. Das in Teilen karolingische Mauerwerk wird freigestellt.

Erstmals wird geschnittenes Grauwackegroßpflaster - hergestellt aus städtischen Beständen - als Grundmaterial für den ehemaligen Pfalzbereich verwendet. Dies sei gehfreundlicher als das in der Altstadt vorhandene Kopfsteinpflaster, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Die Freitreppe indes betone das Rathaus und biete künftig eine neue Aufenthaltsmöglichkeit am Katschhof mit Blick auf den Dom. Die Planung sei mit der Kommission „Barrierefreies Bauen” abgestimmt. So werde es einen gehfreundlichen Pflasterbelag, zwei Treppenlifte und Leitelemente für Blinde geben. Außerdem werde die Neigung der Rampe im südlichen Katschhof von zwölf auf acht Prozent reduziert.

Darüber hinaus werden für das „Karlsgärtchen” 16 Beete mit Aluminiumeinfassung hergestellt, in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Botanischer Garten. Die Pflanzen des „Karlsgärtchens” symbolisieren die Pflanzliste, die Karl der Große einer Verordnung -„capitulare de villis” - über die Bewirtschaftung seiner Krongüter anfügte. Das neue Pflanzkonzept sieht eine Konzentration auf besondere Pflanzen vor, die selten, optisch besonders ansprechend oder geruchsintensiv sind. Die Gedenktafel für die Trümmerfrauen und die Europa-Tafel „Grundstein für den Frieden” sowie das als Bodenmosaik auf der Rathausrückseite vorhandene Stadtwappen werden in unmittelbarem Umfeld des Rathauses wieder eingebaut.

Zweiter Bauabschnitt ab 2012

Die Mittel für den ersten Bauabschnitt kommen aus dem Konjunkturprogramm I. Zu einem kleinen Teil werden außerdem bereits Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) für den Vorbereich des Centre Charlemagne eingesetzt. Der Großteil dieser Mittel wird aber erst im zweiten Bauabschnitt eingesetzt. Für diesen seien die Zuwendungsbescheide bereits da, teilte Björn Gürtler vom Presseamt mit.

Begonnen wird 2012 mit dem niveaugleichen Ausbau der Bereiche zwischen Dominfo, Bürgerservice und Centre Charlemagne, der Einrichtung von Behindertenparkplätzen am Klosterplatz sowie einer 24-Stunden-Behindertentoilette im Centre Charlemagne.

Die Kosten für den ersten Abschnitt betragen 850.000 Euro. Bis zum Weihnachtsmarkt sollen die Hauptarbeiten abgeschlossen sein.
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