Aachen - Auf der Jagd nach dem Klimakiller Mr. X

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Auf der Jagd nach dem Klimakiller Mr. X

Von: Christiane Husmann
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Präsentieren die Jagd nach dem Klimakiller Mr. X (Paul Arns; vorne): (v.l.) Oliver Buehl, Diözesanratsvorsitzende Renate Müller, Werkstattsprecher Hans-Peter Katz, Heribert Rychert. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Mr. X treibt sein Unwesen. Getarnt mit dunklem Hut und Trenchcoat schleicht er durch Aachens Hinterhöfe und bewegt sich ungesehen durch das Stadtgebiet. Der Klimakiller Mr. X hat das CO2, einen großen Gymnastikball, in seiner Gewalt und will es nicht mehr herausrücken.

Um ihm das Handwerk zu legen und das CO2 wieder zu kontrollieren, ruft der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Aachen Kinder und Jugendliche aus den katholischen Jugendverbänden bis zu 18 Jahren auf, Mr. X zu fangen.

An die Fersen heften

Am 20. März geht die Jagd los. Ab 12 Uhr mittags haben die Detektive zwei Stunden Zeit, dem Klimakiller auf den Leib zu rücken. Ausgerüstet mit einem kostenlosen Gruppenticket der ASEAG sollen sich die Detektive in Fünfergruppen an seine Fersen heften und ihn in einem Linienbus aufspüren. In 15-Minuten-Abständen gibt Mr. X seinen Standort per SMS an alle Gruppen durch.

Der Gruppe, die in schnappt, winken tolle Preise. Gewinnen können außerdem die am weitesten angereiste Gruppe, das am kreativsten verkleidete Team und die Gruppe, die sich die beste Alternative zum Autofahren überlegt hat.

Der BDKJ möchte mit seiner Aktion „Mr. X - wir jagen den Klimakiller” gemeinsam mit der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) während der Fastenzeit zu einem bewussten Umgang mit der Umwelt aufrufen und Kinder und Jugendliche animieren, öfter auf den Bus umzusteigen, auch wenn die Eltern eine Autofahrt anbieten. Paul Arns, Bildungsreferent der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG), freut sich auf seine Rolle als Mr. X und hat einige Tricks auf Lager, um seinen Jägern zu entwischen.

„Ich habe Ende der 1990er Jahre bei einer ähnlichen Aktion mitgemacht und weiß, wie ich mich am besten bewegen kann”, sagt er augenzwinkernd. Die Jagd nach Mr. X ist Teil der Aktion „Autofasten”, zu der neben der Diözese Aachen auch Mainz und Trier aufrufen. „Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung gehört seit Jahrzehnten in unser Programm”, erklärt Diözesanratsvorsitzende Renate Müller. Dabei solle nicht der Verzicht oder das Darben im Vordergrund stehen, sondern ein bewusster Umgang mit dem Autofahren, erläutert Hans-Peter Katz, Sprecher der Werkstatt Umwelt und Natur des Diözesanrates.

„Autofasten bedeutet, sich öfter mit den öffentlichen Verkehrsmittel, in Fahrgemeinschaften, mit dem Rad oder zu Fuß zu bewegen”, so Katz. So kämen Menschen miteinander ins Gespräch und nähmen ihren Umwelt bewusster wahr. Auch Pendler könnten mitmachen und beispielsweise etwas langsamer fahren, weiß Katz. Wer möchte, kann sich im Internet für die Fastenaktion anmelden und zum Beispiel mit einem CO2-Rechner seine eigene CO2-Bilanz aufstellen. Mit ein bisschen Glück gewinnen die Autofaster ein Fahrrad, eine Bahncard oder einen Reiseführer. Wer bei der Jagd mitmachen möchte kann sich bis Montag, 8. März, bei Yana Heinisch, 0241/446321 oder per Mail an yana.heinisch@bdkj-aachen.de anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.
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