Aachen - Auf der Fährte der Indianer

Auf der Fährte der Indianer

Von: kn
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Auf den Spuren der Indianerstämme Nordamerikas: Bruno Lerho (Mitte) in der Stadtbibliothek. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. August einsehbar. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Indianerkult im 19. Jahrhundert” lautet der Titel Titel einer Ausstellung, die nun in der Aachener Stadtbibliothek zu bewundern ist. Präsentiert wird den Besuchern der „weiße Einfluss” auf die Kultur und Handwerkskunst der Prärie- und Plateauindianerstämme Nordamerikas.

Es ist bereits die sechste Ausstellung von Initiator Bruno Lerho. Und das Interesse an Indianern nimmt nicht ab. „Im Gegenteil”, erklärt Mitaussteller Bernd Ackermann.

Und sein Kollege Hans Dost ergänzt: „Ja, die Nachfrage nach der indianischen Kultur ist groß. Das Problem ist, es gibt besonders im Internet viele schwarze Schafe, die die mit angeblicher Originalware werben. Ist mir selber schon mal mit ein paar Mokassins passiert”.

Wer sich selber einmal auf die visuelle, farbenfrohe Reise auf den nordamerikanischen Kontinent begeben möchte, der kann sich einer Sache sicher sein: Was in der Stadtbibliothek zu sehen ist, ist alles original. Jedenfalls nach original Vorlagen nachgearbeitet und mit den traditionellen Materialien gefertigt.

Ausgestellt sind Gewehre, Beil und Messer, bunte Wolldecken und Stoffe, Taschen, Glasperlen bis hin zu Kochtöpfen. Begleitet wird die Ausstellung von zahlreichen Indianerfotografien.

Bruno Lerho, der 1983 von einem Stamm in Idaho adoptiert wurde, ist seit seinem elften Lebensjahr fasziniert von Indianern, denn in diesem Alter bekam er vom Großvater das erste Indianerbuch.

Wer glaubt, nur weil er irgendwann einmal Winnetou gelesen hat, sei er ein Profi auf dem Indianergebiet sollte - so Lerho - diese Ausstellung dringend besuchen. „Die Bücher sind zweifelsohne spannend. Aber was da als Fakten verkauft wird ist totaler Käse”, erklärt Lerho. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. August zu sehen.
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