Aachen - Auf den Lärmschutz muss man am Driescher Hof noch lange warten

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Auf den Lärmschutz muss man am Driescher Hof noch lange warten

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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Man muss schon sehr genau hinsehen, um die Lärmschutzwand überhaupt zu erkennen: Die Bewohner am Driescher Hof leiden unter dem Lärm der Autobahn. Abhilfe ist vorerst nicht in Sicht. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Auf eine neue Lärmschutzwand entlang der Autobahn A44 in Richtung Lichtenbusch werden die Bewohner am Driescher Hof wohl noch lange warten müssen. Dies schließt CDU-Ratsherr Egbert Form aus einer Antwort, die ihm jetzt aus dem Bundesverkehrsministerium zugegangen ist. Demnach müssten derzeit noch Vermessungsdaten aufbereitet werden, bevor überhaupt über eine Erneuerung der vorhandenen Lärmschutzwand nachgedacht wird.

Kümmerliche zwei Meter misst eine Mitte der 1980er Jahre errichtete Lärmschutzwand. „Das war schon damals eine Lachnummer“, sagt Form, der in der Stettiner Straße wohnt und die Nöte der Anwohner kennt. An einen Schlaf bei offenem Fenster ist in den Häusern zwischen Herder- und Sudermannstraße kaum zu denken. Nur eine kleine Gartenkolonie trennt die Wohnsiedlungen von der Autobahn, auf der Tag und Nacht der Verkehr vorbeidonnert. Und so stapeln sich auch bei der Verwaltung die Beschwerden über den Krach von der Autobahn. Doch die Stadt sieht sich angesichts der Haushaltslage außerstande, aus eigenen Mitteln den Lärmschutz zu verbessern und den Anwohnern etwas mehr Ruhe zu verschaffen.

Wie lange es dauern kann, bis eine sogenannte Lärmsanierung erfolgt, haben zuletzt die Laurensberger und Haarener erfahren müssen, die über Jahrzehnte hinweg für den Bau einer neuen Lärmschutzwand gekämpft haben. Inzwischen dämpft dort eine vier Meter hohe Betonwand den Krach von der Autobahn.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW habe nun die Schutzwirkung der vorhandenen Wand am Driescher Hof untersucht und weitere Lärmmessungen durchgeführt. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse und der Straßenverkehrszählung 2010 soll nun eine „detaillierte schalltechnische Berechnung durchgeführt“ werden, teilt das Bundesverkehrsministerium mit. Noch ist also nicht mal klar, ob die Anwohner am Driescher Hof aus Sicht des Ministeriums überhaupt einen Anspruch auf eine neue Schallschutzwand haben. Merkwürdig genug: Die Verkehrszählung soll von 2005 bis 2010 einen leichten Rückgang der Verkehrsstärken auf dem Autobahnteilstück zwischen Aachen-Lichtenbusch und Autobahnkreuz ergeben haben. „Ich kann das nicht glauben“, meint Form.

Bis am Driescher Hof etwas passiert, wird es noch Jahre dauern, ist er überzeugt. Umso wichtiger sei es, ständig am Ball zu bleiben. „Irgendwann gibt es wieder ein Förderprogramm und dann ist es wichtig, dass man fertige Pläne vorlegen kann.“

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