Aachen - Auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander

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Auf dem Weg zu einem friedlichen Miteinander

Von: Nina Krüsmann
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Einhard Gymnasium und Institut français laden zur Fotoausstellung „Auf den Spuren von 1963...“ in den Gartensaal Haus Matthey, Theaterstr. 67, ein.

Aachen. Das Einhard-Gymnasium und das Lycée Fabert aus Metz feiern in diesem Jahr das 30-jährige Bestehen ihres Schüleraustauschs und präsentieren im Rahmen des 50-jährigen Bestehens des Elysée-Vertrages eine Fotoausstellung zum Thema „Auf den Spuren von 1963…“.

Die als deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt an beiden Schulen angelegte Ausstellung dokumentiert die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen am Beispiel Metz und Aachen fotografisch und vor allem sehr persönlich.

Vom Einhard-Gymnasium waren insgesamt zehn Schüler aus der Klasse 9 sowie aus dem Leistungskurs Französisch mit Unterstützung von Lehrerin Marion Bylaitis beteiligt. Zeitzeugenberichte ergänzen die ausgestellten Fotos im Gartensaal von Haus Matthéy an der Theaterstraße 67.

Einer der Ideengeber der Europaprojekte ist Studiendirektor Detlef Baer. Er erklärte Gastgeberin Angelika Ivens, Leiterin des Deutsch-Französischen Kulturinstituts Aachen, und Wolf Steinsieck, Honorarkonsul der französischen Republik, das Zustandekommen des Projekts: 2009 erhielt das Einhard-Gymnasium den Titel einer Europaschule. „Dabei geht es um zwei Ziele, nämlich den friedlichen und respektvollen Miteinander mit unseren europäischen Nachbarn, sowie die Vermittlung interkultureller Kompetenz“, sagte Baer.

Im Jahr 2010 wurde ein Tag unter dem Motto „Wir holen Europa ins Einhard“ veranstaltet. Zwölf Monate später, 2011, diskutierten Fachleute und Publikum über die Zukunft des Euro. Ehemalige Schüler berichteten über studentische Auslandserfahrungen. 2012 organisierte das Einhard mit dem Deutsch-Französischen Kulturinstitut Aachen ein europäisches Orchester mit Gästen aus Metz und Warschau.

„Deutsche, französische und polnische Schüler konnten sich teilweise nur mit Gesten verständigen, was sie nicht daran hinderte, Freundschaften zu entwickeln. Das war eine nachhaltig positive Erfahrung in meinen 33 Berufsjahren als Lehrer“, betonte Baer. Europa lebe in unserer Jugend, das sei alternativlos klar.

Daneben bestehe das politische Gebilde, das diese Kontakte ermögliche: Mit dem Elysée-Vertrag sei ein Meilenstein gesetzt worden, der mit dem Maastrichter Vertrag 1993 ratifiziert worden ist.

Mit den Schengener Verträgen erfahre jeder die Vorzüge eines freien Europas. „Dennoch trübt der Schatten der Finanzkrise das europäische Gebilde, eine Bestandsaufnahme der vergangenen 50 Jahre erschien uns daher notwendig.“

Gezeigt werden Impressionen von damals und heute, Momentaufnahmen von alten Austauschen, städtebaulichen Veränderungen in Aachen und Metz, dem Wandel der Mode, der Autos und des allgemeinen Lebensstils. Es geht um den Alltag der Menschen und den Austausch der Jugend im Besonderen.

Jürgen Lauer, pensionierter Einhard-Lehrer und langjähriger Austauschbetreuer, berichtete nach der Eröffnung der Schau über seine Erlebnisse mit den deutschen und französischen Schülern.

Die Ausstellung ist bis zum 17. Mai zu besichtigen.

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