Aachen - Auch Zuschauer durften diesmal mitlöschen

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Auch Zuschauer durften diesmal mitlöschen

Von: Dagmar Meyer
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Zuschauer waren ausnahmsweise willkommen: Belgische, deutsche und niederländische Feuerwehrleute übten in Melaten im Beisein zahlreicher Zuschauer für den Foto: Dagmar Meyer

Aachen. Großeinsatz für die Feuerwehren aus Aachen, Belgien und den Niederlanden. Gemeinsam probten sie auf dem Gelände des Heizkraftwerkes Seffent/Melaten den Ernstfall.

Die Meldung: „Ein Tanklastwagen sowie das ausgelaufene und in der Auffangwanne der Heizöltanks befindliche Heizöl brennen.”

Unter Blaulicht und Sirenengetöse nähern sich die anrückenden Einsatzkräfte der simulierten Lage. Rund 150 Zuschauer beobachteten die verschiedenen Taktiken der Feuerwehren im länderübergreifenden Einsatz. Insgesamt wurden vier Schadenslagen simuliert.

Zum besseren Verständnis für die Gäste wurden diese von Christian Hermanns moderiert. Die Szenarien - Gefahrguteinsatz, brennender Abfallcontainer, Rauchentwicklung im Heizkraftwerk sowie ein von Flammen bedrohter Tanklastwagen - wurden nacheinander abgearbeitet, und immer waren die Zuschauer hautnah dabei.

Einer von ihnen wurde sogar als Feuerwehrmann ausgestattet und fand sich mitten im Geschehen wieder. Der Aachener Ralph Nussbaum war begeistert: „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Aber ob ich bei einem richtigen Einsatz den Mut hätte, in ein brennendes Haus zu gehen, weiß ich nicht.”

Improvisation ist nötig

Bei der Drei-Länder-Übung durfte der Zuschauer-Feuerwehrmann beispielsweise helfen, eine Wasserversorgung vom Hydranten bis zur Einsatzstelle zu legen. Und dies ist gar nicht so leicht, musste der 48-Jährige feststellen, denn Schläuche aus verschiedenen Länder lassen sich nicht einfach so zusammenkoppeln. Einsatzführer Günther Stadtmüller erläutert: „Damit die unterschiedlichen Systeme zusammenpassen, haben Kameraden Übergangsstücke angefertigt, denn im Handel gibt es sie - trotz Europa - nicht zu kaufen.”

Eine Übung wie diese helfe, die unterschiedliche Arbeitsweise und den Umgang mit unterschiedlichen Ausrüstungsgegenständen und Materialien verschiedener Einheiten aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden kennen zu lernen, ergänzte Karl-Heinz Herber, der die Gesamtleitung hatte.

Insgesamt kamen rund 130 Kräfte und 22 Fahrzeuge aus drei Ländern zum Einsatz. Treffpunkt der neunten Drei-Länder-Übung war das Floriansdorf. Ziel eines Floriansdorfes ist es, durch gezielte Präventionsarbeit Unfälle und Verletzungen zu verhindern, Gesundheit und Leben von Kindern und Erwachsenen zu schützen. Und dies mit viel Spaß und Action - ohne erhobenen Zeigefinger. Unter dem Motto „Erleben - Begreifen - Lernen” werden Kindern und Jugendlichen praxisnah richtige Verhaltensregeln und Vorbeugemaßnahmen beispielsweise bei Gefahren im Haushalt oder richtiges Verhalten bei Feuer gezeigt.

Bevor es zur ersten Alarmübung kam, hatte die Aachener Feuerwehr noch eine Überraschung für ihre Gäste. Auf der dem Floriansdorf gegenüberliegenden Wiese landete der SAR 42 aus Wittlich, der ebenso wie die unterschiedlichen Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe unter die Lupe genommen werden konnte.
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