Auch Mädchen und Autorinnen können kicken

Von: Lee Beck
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Probeweise Kicken: Kinderbuchautorin Sigrid Zeevaert (l.), Alexandra Lünskens (r.), Koordinatorin des Zentrums für Kinder- und Jugendkultur, und deren Tochter trainierten auf dem Sportplatz des SV Hörn schon mal für das Turnier Ende August. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Frauenpower pur: Die deutschen Frauenfußballerinnen als frisch gebackene Europameister haben es gerade erst bewiesen – auch auf dem Platz sind die Mädels auf dem Vormarsch. Um es beim Fußballsommermärchen des Kinder- und Jugendliteraturhauses Aachen im Tor zum Abschluss noch einmal richtig krachen zu lassen, haben sich 23 Mädchen aus ganz Aachen zum „FC Real Machmit“ zusammengeschlossen.

Ihre Mission: Beim großen Abschlussspiel am Samstag, 31. August, um 10 Uhr gegen den „FC Bullerbü“ mit 13 Kinder- und Jugendbuchautoren aus ganz Deutschland zu gewinnen. Bei dem Benefizspiel sollen außerdem Spenden für das Hokisa-Kinderhaus bei Kapstadt gesammelt werden.

Es ist der krönende Abschuss eines aufregenden Literatursommers. „Anlässlich der Frauenfußballeuropameisterschaft in Schweden haben wir ein Motto ausgewählt“, erklärt Alexandra Lünskens, Koordinatorin des Zentrums für Kinder- und Jugendkultur. „Na klar, kann Lotta Fußball spielen“, lautet das Credo der Veranstaltungsreihe nach Astrid Lindgrens Romanfigur „Lotta“ und Lotta Schelin, einer Stürmerin der schwedischen Nationalmannschaft. „Schweden ist zu einem Kinderkulturland geworden, da können wir viel mit anfangen“, fügt sie hinzu. Auf die Idee, eine Kinder- und Jugendbuchautoren-Nationalmannschaft auf die Beine zu stellen, sind sie durch ein Vorbild gekommen, denn eine Autoren-Nationalmannschaft gibt es tatsächlich schon.

Probeweise und in Vorbereitung auf das große Spiel am 31. August kickten jetzt schon mal Alexandra Lünskens mit ihrer Tochter und der Aachener Jugendbuchautorin Sigrid Zeevaert auf dem Sportplatz der SV Sportfreunde Hörn. „Der Verein stellt uns den Platz für die Benefizaktion zur Verfügung“, sagt Lünskens. Auch der Aachener Autor Rainer Oberthür wird mit von der Partie sein. „Ich finde die Idee total klasse und habe überhaupt nicht gezögert, mitzumachen“, sagt Zeevaert begeistert. „Wir wollen eine Verbindung herstellen“, erklärt Lünskens. Während viele Mädchen im Literaturhaus Bücher verschlingen, sind die Jungs auf dem Fußballplatz aktiv. „Es geht aber auch umgekehrt, das wollen wir zusammenbringen“, fügt sie hinzu. Man wolle sich für Toleranz und Respekt einsetzen. „Vielleicht stoßen wir mit der Aktion ja etwas an“, sagt Alexandra Lünskens hoffnungsvoll.

Die Verbindung zum Hokisa-Kinderhaus in Kapstadt entstand über den Autoren Lutz van Dijk. Er hat die Einrichtung für aidskranke Kinder bis 2009 geleitet. „Bei einer Lesung am Freitag, 30. August, wird Lutz van Dijk aus seinem Buch African Kids über das Kinderhaus vortragen“, erklärt Lünskens.

Nach der Lesung um 17 Uhr wird auch ein Film um 19.30 Uhr über ein Schicksal in Südafrika gezeigt. Der Film, bei dem auch Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann mitspielt, erzählt die tragische Geschichte des fußballverrückten Themba, der schließlich in der südafrikanischen Nationalmannschaft spielen kann. Doch dann erfährt er, dass er mit Aids infiziert ist. Beide Veranstaltungen finden in der Barockfabrik, Zentrum für Kinder- und Jugendkultur, Löhergraben 22, statt.

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